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Wieso Visa? / Why visa? - Weltreise mit Ede und Sten
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Wieso Visa? / Why visa?

11.04.2015 Kasachstan / Aktau / N43°46’12.6“ E051°05’26.2“

Schönes Wetter heute! 7 Grad und Regen. Ich bin begeistert… Doch die Kasachen sind es tatsächlich. Sagt mir doch gerade jemand, dass er sich über das schöne Wetter heute und in den nächsten Tagen freut. Kurz hüpft es in mir auf, bis ich seine Erklärung höre: „Nicht so warm. Die Luft ist frisch und es regnet.“ Mit der Formulierung „schönes Wetter“ habe ich schon so einige Irritationen erlebt. Ich möchte nur gern wissen, wann all die Ausnahmen endlich vorbei sind und in MEINEM Sinne mal über einen längeren Zeitraum hinweg „schönes Wetter“ herrscht? Ja ich weiß schon. Ich sollte geduldig sein… Also erfreue ich mich an der frischen Luft, dem Wolken verhangenen Himmel und seinem Regen, während wir in einem lustigen kleinen, roten Auto zur Migrationspolizei fahren. Mein Sitz auf der „Rückbank“ ist einfach nur eine Sperrholzplatte. Ne Lehne gibt es nicht, geschweige denn einen Gurt. Als wir an Polizisten vorbei fahren, hält mein Nachbar sich einfach einen Strick über die Schulter, als Attrappe. Klar, der gute Wille zählt. Wir sind überhaupt froh, dass uns ein Mann aus der Werkstatt fährt. Denn das Taxi, welches gestern Abend für uns um 8.30Uhr bestellt wurde, kam nicht. Es ist erstaunlich, dass wir doch immer wieder ein Stück in die Fallen unseres gelernten Verhaltens tappen. Hätten wir ja auch wissen können, dass mit einem bestellten Taxi nicht zu rechnen ist. Das sind in Kasachstan alles Privatleute, die mit ihrem eigenen Auto fahren. Keine gelbe Flotte.. Ein Raum voller Menschen erwartet uns, jetzt, da wir zur Migrationspolizei kommen. Und „warten“ wird uns gedeutet. Wie lange bitte heute? Von 9-12 Uhr hat das Amt geöffnet. Nun ist es schon bald 10 Uhr und ich rechne damit, dass nichts so exakt eingehalten wird wie der Feierabend. Nun sind wir nicht ganz all dem ausgeliefert was hier läuft. Denn der deutsche Konsul Kasachstans ist uns seit Tagen telefonisch eine unendlich große Hilfe. Er bittet uns um Geduld und darum, weniger „Deutsch“ zu sein. So stützen wir uns auf sein Wort am Telefon und warten einfach ab. Unser Freund Nyssan Bay erscheint. Zufällig kam er heute Morgen von einer Dienstreise mit dem Zug in Aktau an. Er will uns bei der Verständigung helfen. Doch bislang ist nichts zu verständigen. Kurz vor Ende der Öffnungszeit wird Sten an den Schalter gerufen. Dort sagt man ihm auf unterschiedlichste Arten, dass wir heute hier nichts ausrichten können und am Dienstag wieder zu kommen haben. Am Dienstag? Aber da ist unser Visum bereits einen Tag lang abgelaufen? Den Ärger wollen wir uns wirklich gern ersparen, hier mit einem abgelaufenen Visum dazustehen. Doch auch Nyssan Bay kommt mit seinen Argumenten nicht weiter. Uns bleibt nichts weiter übrig als zu gehen. Im Auto sitzend ruft uns unser Konsul an, um uns zu sagen, dass wir jetzt zu dieser und jener Person gehen sollen, die seien jetzt da. Wir aber eben leider nicht mehr… So versuchen wir im dichtesten Verkehr noch einmal umzukehren. Die Zeit drängt mächtig. Ist es ja bereits ein gutes Stück NACH der eigentlichen Öffnungszeit. Zum Glück! Die Tür ist noch offen, wir kommen rein! Oder besser gesagt, Sten und Nyssan Bay können eintreten. Ich werde raus geschickt und habe in der kalten Nässe zu stehen. Toll, mit meinem Fieber und Husten! Mir geht alles Mögliche von „Servicewüste“ die ich hier vorfinde, „Hörigkeit“ und pure „Befehlsbefolgung“ derer, die ohne Nachzudenken nur ausführen, was ihnen angewiesen wurde, bis hin zu dem Gedanken purer „Unhöflichkeit“ und einer recht rohen Art durch den Kopf. Doch irgendwie auch spannend, hier meine ganz eigenen Erfahrungen zu machen. Wie es sich für die Einheimischen anfühlt. Denn als die Männer mitbekommen, dass ich Deutsche bin, werden sie mit einem Mal freundlicher und ich darf wieder drinnen warten. Sten wird während dessen vom stellvertretenden Gouverneur des Mangistau-Gebietes (die Halbinsel hier im Westen Kasachstans) begrüßt, der extra wegen uns gekommen ist, um uns zu sagen, wie sehr es ihn freut, uns in Kasachstan willkommen zu heißen. Denn seine Mission sei es, den Tourismus im Land zu fördern. Die Chefin der Migrationspolizei spricht sogleich jedoch wieder von den Vorschriften. Dass wir am Dienstag mit unserem dann abgelaufenen Visum wieder kommen sollen. Ende der Veranstaltung. Ich werde nun hinzu gerufen, um ein Protokoll zu unserem Anliegen zu verfassen. Das geduldige Papier liegt nun dort und wir werden am Dienstag weiter sehen.

Neuer Schauplatz „MAN Werkstatt“. Dort warten alle schon sehnsüchtig auf uns, um das Getriebe auszubauen und dann in ihr Wochenende zu gehen. Wir können nicht ändern, dass die Visumsache uns von morgens 9 Uhr bis nachmittags 15 Uhr beschäftigt hat. Doch nun sind wir da. Der Leo wird über einen Montagegraben geschoben und die Männer machen sich ans Werk. Was zum Vorschein kommt ist alles andere als erfreulich. Der Getriebedeckel hat einen Riss bekommen und innen drin hat es eine Zahnradwelle komplett abgeschert. So liegen die Teile und Späne nun lose im Getriebe. So weit der Stand der Dinge. Mehr ist heute hier nicht zu klären und zu machen. Die Männer gehen erst einmal heim. Zumal morgen hier Ostern ist, haben sie es eilig. Ostern erst an diesem Sonntag?

Die Westkirche berechnet die Ostertermine laut dem gregorianischen Kalender. Die Ostkirche, unter der vorrangig die russische, griechische, serbische und rumänische orthodoxe Kirche zu verstehen ist, berechnet ihre Ostertermine nach dem julianischen Kalender. 1923 fand unter Leitung der Ökumene eine Konferenz in Konstantinopel statt und 1997 im syrischen Aleppo. Ziel war es, den Kalender der orthodoxen Kirche zu reformieren und so weltweit zu einer einheitlichen Rechnung zu gelangen. Beide Konferenzen scheiterten allerdings. Und so feiern die Christen in Ost und West weiterhin an verschiedenen Tagen die Auferstehung. Wir halten uns heute erst einmal von all dem fern. Stehen mit Leo auf dem Hof der Werkstatt bis es am Montag weiter gehen kann und nutzen die Zeit zum Gesund werden. Schon amüsant, welches Hustenkonzert hier im Leo gerade zu hören ist.

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Kommentar

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    Danke lieber Andus!
    Die Stimmung ist gut und alles andere wird irgendwie werden.
    Hab besten Dank für Dein Wünschen!
    Gruß vom Hof der MAN Werkstatt 🙂

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    nah, dann viel Glück mit der Migrationspolizei, besseres Wetter und Zuversicht und passende Ersatzteile für das Leo-Getriebe. Und natürlich frohe julianische Ostern, gute Besserung und viel Glück!


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