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Waschen. Föhnen. Legen. / Washing. Blow drying. Shaving. - Weltreise mit Ede und Sten
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Waschen. Föhnen. Legen. / Washing. Blow drying. Shaving.

27.11.2015 Chonburi / Thailand / N13°21’15.8“ E101°00’25.5“

In Rafsanjan, Mashad, Aktau, Almaty, Barnaul, Ulaanbataar, Dalanzadgad, Xian, Pu’er, Kampot und heute in Chonburi. Elf Mal haben wir mit Leo in den vergangenen elf Monaten eine Werkstatt besucht. In Iran, Kasachstan, Russland, der Mongolei, China, Kambodscha und nun in Thailand. Mal waren es Wochen währende Operationen. Mal kleiner Eingriffe. Von Land zu Land vollkommen verschieden in ihrer Art. Mal als Chaosplatz, mal als Hochlagerraum drapiert, sind es in jedem Fall Orte an denen sich nicht nur unser Leo wohl fühlt. Wir tauchen dann ab aus dem Fluss des öffentlichen Lebens, um einen ganz eigenen Kosmos zu betreten. Ein kleines Räderwerk setzt sich in Gang, ein Mechanismus kommt ins Rollen. Die Geschichten der Werkstätten sind ganz eigene. Es ist wie eine Parallelreise auf der Reise. Die eine führte uns entlang der Seidenstraße. Die andere sucht sich den Weg der Werkstätten. Beide erzählen über die Kulturen der Länder und deren Gepflogenheiten. In vollkommen unterschiedlichen Themen ergeben sie für uns am Ende ein gemeinsames Bild. Pattaya scheint die Stadt der Bars und Clubs zu sein. Dort war es einfach nicht möglich, eine LKW Werkstatt zu finden. Anders ist es fünfzig Kilometer weiter in Chonburi. Als sei das die Stadt der Trucks, reiht sich hier kilometerlang Schrauberwerkstatt an Reifenbude. Tar steht mit einem der Monteure telefonisch in Kontakt. Er ist quasi unser Ferndolmetscher, und kommt zum Einsatz wenn Hände und Füße der Worte nicht mehr mächtig sind, um die es geht.

Dimensionen der Feder ausmessen, umhertelefonieren, die Gegend abfahren. Irgendwann der Anruf von Tar. Die Werkstattleute haben eine passende Federlage gefunden. Aus Bangkok kommt sie angereist. Gute Nachricht, nach stundenlangem Gedulden. Doch wir sind ganz ruhig. Sitzen auf einem klapprigen Sofa, direkt an der achtspurigen Schnellstraße. Das Rauschen und Donnern der Straße blenden wir aus. Wir machen aus dem Warten Bürozeit. Unser Carnet de Passages muss für den Leo verlängert werden. Anträge ausfüllen, im Büro der Werkstatt Originale ausdrucken. Einscannen. Nach München mailen. Nachtelefonieren. Korrekturen vornehmen. Erneut ausdrucken, einscannen, mailen. Gut, dass die Werkstatt einen Wifi Zugang hat. Genial, dass wir deren Drucker und Scanner nutzen dürfen. Kleine Bausteinchen, die für uns zum Hürdenlauf mit Wassergraben werden, wenn wir uns alles irgendwo zusammen suchen müssen. Da kommt schon mal ein Hochgefühl auf, wenn alles geklappt hat mit dem Schreiben, Drucken, Scannen, Senden, Telefonieren. Zum krönenden Abschluss des Tages gibt es Hauptstadtbesuch. Unsere Feder kommt angefahren. Die Monteure schrauben was das Zeug hält. Siebzehn Uhr dreißig ist Werkstattschluss. Um Acht sind sie fertig.

Öffnungszeiten. Für mich ein inzwischen verstandenes Indiz des wachsenden Lebensstandards. In den ärmeren Ländern gibt es kein Offen und Geschlossen. Da wohnt der Schrauber in seiner Werkstatt und macht, was zu tun ist, wann immer das ist. Hier nun wird nach uns die Werkstatt abgeschlossen. Gewohnt wird zu Hause. Nicht an der Schnellstraße. Im Fortschritt geht man zur Arbeit und kommt nach Hause. Ich verstehe den Sinn dahinter und mag trotzdem das „all in one“ Modell. Der Vater ist Schuster, sein ganzes Leben lang, und die ganze Familie gleich mit. Sie leben umgeben von Schuhen. Leder ist ihr Brot und ihre Butter. Irgendwie altmodisch. Ich weiß. Wir sind im Greis-Saal der Buddhas. Hier werden sie geboren. Erblicken das Licht der Welt. Werden geschweißt, geklebt, modelliert, gebogen, eingefärbt. Es staubt und qualmt. Goldstaub fliegt glitzernd durch die Luft. Die Männer sind in ihr Tun vertieft. Als meditierten sie bei ihrer Arbeit. Deren Ergebnis am Ende ein wunderschönes Buddha Abbild ist. Alles am Rande der Straße. Alles zwischen dem Donnern der LKWs und dem Staub der getunten Allradmobile.

Leo ist fertig und wartet darauf abgeholt zu werden. Er sieht aus als käme er frisch vom Friseur. Waschen. Föhnen. Legen. Ging ja eigentlich auch ganz schnell. Die neue Feder-Frisur sieht toll aus und sitzt. Wir bewundern ihn. Er blinkert verschmitzt.
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