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Das „Erdene Dsuu“ Kloster in Karakorum/ Mongolei
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Vom Yak zum Kloster / From yak to the cloister

10.08.2015 Karakorum / Mongolia / N47°19’28.2“ E104°08’03.5“

Die Seidenstraße versorgte einst die Hauptstadt des Mongolenreiches. Mit Peking hatte sich die Stadt zu messen, die einen Bewässerungskanal und Ackerbau kannte. Von 1220 bis 1586. Dreihundert Jahre mongolische Geschichte. Weltgeschichte. „Karakorum“ ist die erste Hauptstadt der Mongolen und die Geburtsstätte des mongolischen Nationalstaates mit einem dauerhaft organisierten Staatswesen. Mit dem Buddhismus kam auch die Staatsreligion nach Karakorum. Die Sesshaftigkeit und das Ausüben von Handwerk und Kunst, was eine Stadt braucht und den Nomaden vollkommen fremd ist, holten sich die Mongolen durch Chinesen ins Land. Ohne sich deren Fertigkeiten anzueignen ließen sie für sich arbeiten. Nicht nur das Holz- und Silberhandwerk war das der Chinesen, auch der Bau des Bewässerungssystems trägt ihre Handschrift. Als Peking 1368 zur neuen Hauptstadt der Chinesen ernannt wurde, stürzten sie die der Mongolen. Erst 1415 beschlossen diese ihre Hauptstadt erneut aufzubauen. Bis sie im 16. Jahrhundert komplett verfiel und 1586 als Steinbruch für das erste buddhistische Kloster der Mongolei diente. „Erdene Dsuu“ ist der Name des Klosters, welches auf einem quadratischen Areal mit 62 Tempeln im Chinesisch-Mongolischen Stil ausgestattet wurde. Leider sind in den kommunistisch geführten Tagen die meisten Tempel zerstört wurden. Durch die Überreste der großzügigen Anlage laufen wir nun. Es ist ein eigenwilliger Tag. Die Luft ist drückend, das Licht fad. Geschuldet der gewittrigen Stimmung die über uns schwebt. Wie taub laufen wir durch die Gebäude, schauen den Göttern in ihre freundlichen Gesichter. Andere flößen mir Angst ein. Gern wäre ich jetzt mit Sten und Götz allein hier. Um ein Gefühl für den Ort zu entwickeln, an dem einst hunderte von Mönchen lebten. Ich tue mich schwer damit, in der Museums Atmosphäre anzukommen. Und merke, dass wir inzwischen einfach viele Monate lang unterwegs waren, ohne museale Eindrücke zu gewinnen. Alles was wir sahen war in seinem Ursprung belassen. Und wir darin die wandelnden Zeitzeugen. Der Erhalt der Überreste der Klosteranlagen ist mit Sicherheit ein gutes Engagement. Doch die Mengen an Reisebussen und Händler, die ihre Souvenirs anpreisen, passen schwerlich in das Bild. Ich weiß ich bin verwöhnt von der Ursprünglichkeit dessen, was uns in den vergangenen Wochen und Monaten begegnet ist. „Nun hab dich nicht so.“ sage ich zu mir selbst. „Schau es dir an und störe dich nicht so sehr an den vielen Besuchern. Du bist ja selbst einer davon.“ Ich weiß, dass es für den sich langsam entwickelnden Tourismus in der Mongolei gut ist, dass Menschen aus aller Welt beginnen Interesse an diesem Land zu entwickeln. Und doch ziehe ich die Einsamkeit und Abgeschiedenheit dem allen vor, die wir in den letzten Wochen erleben durften. Nichts war gestellt. Keine Vorführung für Besucher. Alles was wir sahen war das echte Leben der Mongolen. So, wie sie es seit Jahrhunderten leben. Ich bin froh das Land für mich auf diese einsame, fast heimliche, Weise kennen gelernt zu haben. Wer weiß wie lange es dauert bis die Touristenbusse das ganze Land erobern? Asphalt, bleib am besten wo du bist. Rund um Ulaan Bataar und dringe nicht weiter ins Land hinein. Das hält die Massen fern. Was für kindische Gedanken ich habe. Als könne ich den Fortschritt aufhalten, den sich mit Sicherheit auch die Mongolen wünschen. Und doch genieße ich umso mehr, wenn an jedem Morgen ein Hirte auf seinem Pferd oder knatternden Motorrad bei uns, auf irgendeiner Wiese fernab stehend, vorbei schaut, Halt macht, einen Tee oder das ganze Frühstück genüsslich mit uns gemeinsam einnimmt, um dann seiner Wege zu ziehen. Das ist niemand von der Tourismuszentrale entsandtes. Das sind Männer die hier leben und sich freuen, auf unserem Frühstückstisch neue Geschmacksrichtungen zu entdecken. Freudig lächelnd heben sie dann die Hand zum Lob dessen, was sie gerade probieren. Knäckebrot mit Pflaumenmus oder Birnenauflauf.

Weiter geht’s.

Von weitem sahen wir Yaks an den Hängen der Russisch-Mongolischen Grenze. Als wir vor drei Wochen dort über Nacht standen. Seit dem nur Schafe, Ziegen, Kühe und Pferde. Doch heute durchfahren wir ein weites Tal, welches die Heimat einer großen Yak Herde zu sein scheint. „Tibetische Grunzochsen“ werden sie auch genannt. Der Begriff „Yak“ stammt aus dem Tibetischen und bezeichnet eigentlich nur die männlichen Tiere. Als eine Rindergattung sind sie bestens an das raue Klima Sibiriens, der Mongolei, Tibets und des Himalayas angepasst. Bis zu guten drei Metern Länge können die Tiere erreichen. Und fünfhundert Kilogramm schwer werden sie. Drei Haararten übereinander trägt ein Yak, vom festen Deckhaar über eine gröbere Wolle bis hin zum feinen Unterhaar. Mit diesen Schichten ausgestattet lieben sie es in einer durchschnittlichen Temperatur von fünf Grad Celsius zu leben. Nun, heute ist es zum Glück wärmer. Denn ich habe noch keine Lust meinen Winterpelz wieder hervor zu holen. Der kann gern noch warten. Ich scheine echt nicht zur Gattung der „Yaks“ zu gehören. So sehr wie ich den Sommer liebe!

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