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Unter der Glocke / Under the cloche - Weltreise mit Ede und Sten
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Unter der Glocke / Under the cloche

14.05.2015 Kasachstan / Kurday / N43°12’10.2“ E074°44’15.6“

 

Der Morgen steigt heiter in seinen Tag ein. Doch irgendetwas scheint ihn umzutreiben. Denn von Stunde zu Stunde hüllt er sich mehr und mehr ein. Zuerst in Dunst, dann lässt er Wind aufkommen, der jedes Sandkorn zu bewegen scheint, welches sonst ruhig unter den Grasnaben schlummert. Die Luft ist dick, die Sicht verschwommen. Wie züngelnde Feuer erhebt sich rechts und links unseres Weges der Sand. Um sich in der Höhe mit den anderen aufgestiegenen Staubkörnern zu vermählen. Sie tanzen und feiten und ringen. Ist es ein Spaß? Machen sie Ernst? Wir durchqueren die Landschaft. Wir sind real und fühlen uns doch wie Besucher. Es liegt eine Kraft in der Luft, die für mich spürbar, doch nicht greifbar ist. Alles scheint elektrifiziert. Wir sind im Spannungsfeld der Energien. Können dem nicht entkommen. Wir sind umschlossen von einer Glocke aus Staub und Dunst und schwüler Wärme. Die Grenztürme könnten nicht passender stehen. Sie sind unsere Kontrolleure zur Rechten. Fast können wir die Mimik der Grenzposten erkennen. So nah verläuft unsere Piste entlang der Linie zu Kirgistan. Verstärkt die Grenze diese eigenwillige Stimmung? Abschwächend wirkt sie jedenfalls nicht. Kirgistan. An diesem Punkt wollten wir eigentlich sechs Wochen später nach Kasachstan einreisen. Nun rollen wir alles von der anderen Seite auf. Irgendwie schön, nicht so fest im Plan zu stecken. Das macht frei, das lässt Raum zum Atmen und Entfalten. Wir sehen den Zufall als Bestimmung. Das geschieht hier draußen einfach so. Wie anderes auch mit uns passiert. Ein subtiles Verschieben der Wahrnehmung setzt ein. Man hat es nicht im Griff. Und das ist gut so.

Am Abend kommt ein Wind auf, der Sturm genannt werden möchte. Es ist einer von der ernsten Sorte. Seine Freunde, die dunklen Wolken und Blitze, begleiten ihn. Wir testen gleich mal unseren Blitzableiter aus und installieren vorsorglich eine Kette, die wir mit einem Hering im Boden verankern. Soll er doch in den Boden flitzen, der Blitz. Wenn er denn unbedingt kommen will. Endlich, endlich entlädt sich die angestaute Energie des Tages im Gewitter der Nacht. Meine Haare stehen nicht mehr zu Berge. Ich komme erschöpft zur Ruhe.

Diese Unmittelbarkeit des Geschehens. Diese Absolutheit der Kräfte. Und wir? Einzig Grashalme im Wind.
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