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Traum in Braun / Dream in Brown - Weltreise mit Ede und Sten
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Traum in Braun / Dream in Brown

09.11.2015 Kampong Luong / Kambodscha / N13°06’05.4“ E103°12’02.3“

Es knattert und rattert, es rumpelt und quietscht. Im Halbschlaf nehme ich wahr, wie hunderte Aufsitzrasenmäher um unseren Leo herum fahren. Ist hier so viel Gras zu mähen? Komisch. War doch eher Sandboden um uns herum. Zumindest gestern Abend noch, kurz vor dem Einschlafen. Na, scheint schnell gewachsen zu sein, während des Regens in der Nacht. Von Minute zu Minute gleite ich mehr in das was eher wahrscheinlich ist. Motorroller, Fahrräder, krähende Morgenhähne. Das, was mein Traum für Aufsitzrasenmäher hielt, sind Metallkarren, die zum See fahren. Die Fische holend. Wir sind wieder am „Großen See“, dem „Tonle Sap“. Diesmal ganz im Süden. Das Seeufer haben wir noch nicht erreicht und trotzdem begleitet er uns auf unserem gesamten Weg hierher. Die von zweitausendsechshundert auf zehntausend Quadratkilometer angeschwollene Wasserfläche muss ja auch irgendwo hin. Also ergießt sie sich in das wasserhungrige Umland. Da bleibt kein Feld trocken, kein Weg schlammfrei. Es glänzt und glitzert überall, das stehende Wasser. Wie ein riesengroßer Schwamm kommt mir die Gegend vor, nur dass der eben nun auch vollgesogen ist und nichts mehr fasst. Wasser, in anderen Gegenden Mangelware. Hier im Überfluss. Und trotzdem finden wir keine Quelle, um unseren Wasservorrat im Leo aufzufüllen. Sauberes Wasser, zum Trinken geeignet, ist dann doch wieder etwas anders. Hier gibt’s mehr den „Traum in Braun“. Neben den träge schmatzenden Wasserbüffeln, plantschen übermütig die Kinder in der braunen Soße. Wie mit Schokoladenguss überzogen sehen sie aus, wenn sie aus den Löchern springen. Die jungen nachwachsenden Reispflanzen scheint das wenig zu stören. Sie genießen das fröhliche Treiben. Wir müss-wollen draußen bleiben und ziehen dem Braun eine andere Relax Oase vor. Am Straßenrand stehen rote Stühle. Die ziehen unsere Blicke auf sich. Grüne Kokosnüsse sehen wir auch. Lecker! Dahinter baumeln, geduldig wartend, Hängematten. Was für eine einladende Idee des Kokosnussverkäufers! Die drückende Hitze während unserer Rumpelfahrt hat uns derart müde geschaukelt, so dass eine kleine Hängemattenrast gerade passend scheint. Kaum gedacht liegt Sten auch schon in Einer. Sein Blick ist eher nach innen gewendet. Er schläft. Götz gönnt sich noch ein paar Strohhalmzüge des kühlen Kokosnuss Wassers. Um gleich darauf auch auf Innensicht umzuschalten. Den Einheimischen tun wir es inzwischen gleich. Egal, ob an der Tankstelle oder dem Fischhändler an der Straße. Alle müssen erst geweckt werden. Erheben sich schläfrig räkelnd, wenn wir meinen, unsere Einkäufe bezahlen zu wollen. Das Leben läuft hier gemächlich ab. Anders ist es in der feuchten Hitze auch kaum zu machen. So überlasse ich mich meinem zähen, gallertartigen, verlangsamten Denken, beobachte das Treiben der Leute, als stünde ich inmitten eines Films in slow motion.
Wir erweitern unseren Hausstand heute um einen Ventilator. Ein Stück, um das wir in den vergangenen Wochen immer herum geschlichen sind. Eigentlich ist für ein weiteres Möbelstück kein Platz im Leo. Doch die Wärme steht wie eine Wand. Undurchdringlich. Von keinem Windchen gestreift. Unsere schweren Zungen lösen sich behänd in den Mündern, unsere Gedanken werden beweglicher und machen Gymnastik. Heute, am Abend. Beim Tanz um den Ventilator.
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