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Straße nach Aktau / Road to Aktau - Weltreise mit Ede und Sten
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Straße nach Aktau / Road to Aktau

10.04.2015 Kasachstan / Aktau / N43°46’12.6“ E051°05’26.2“

Ich lege mich heute einfach mal zum Leo. Warum soll nur er ein Leiden haben? Da füge ich mein Fieber, Hals- und Gliederschmerzen und meinen Husten einfach mal hinzu. Das Gute ist ja, wir haben in jeder Situation unser Haus mit dabei. Und so stört es mich überhaupt nicht, wo wir gerade stehen und was gerade los ist. Ich liege im Bett und so ist alles für mich ok. Die Oma aus dem Nachbarhaus erkundigt sich nach mir und bringt mir Tee und ne Suppe vorbei. Wie lieb von ihr!!!! Sten telefoniert unentwegt. Es ist nicht so einfach, die Entscheidung zu treffen, wie es nun mit der Reparatur weiter gehen soll. Lassen wir das Verteilergetriebe ausbauen und fahren es in eine Werkstatt nach Aktau oder lassen wir gleich den ganzen Leo dorthin abschleppen? Herr Langemann aus unserer MAN Werkstatt in Maua bei Jena hat heraus bekommen, dass es in Aktau einen MAN Service gibt. Und da uns das Stehen auf der staubigen Straße mit zwar wohlmeinenden Gesten aller drum herum Stehenden auch nicht so recht weiter bringt, entscheiden wir uns für den gesamten Transport nach Aktau. Die Werkstatt schickt einen LKW der uns abschleppen soll. Zum Glück haben wir unsere eigene Abschleppstange und unsere Riesenschekel dabei. Sonst gäbe es jetzt ein Problem. In Kasachstan kann man Geld vom Automaten holen. Das ist toll! Ging ja in Iran nicht, hat in Turkmenistan nicht funktioniert und Usbekistan hat auch keine Geldautomaten. Das Tageslimit pro Karte liegt bei 50.000 Tenge (ca. 250,-€). Oft funktioniert es allerdings nur bis 30.000 Tenge. Da das Abschleppen gestern schlappe 500,-€ gekostet hat, zieht Sten mit mehreren Karten los, um sein Glück zu versuchen. Dann also noch bezahlen und ein Foto zum Abschied.

Weiter geht’s mit einem großen Ruck beim Anfahren.

Einhundertfünfzig Kilometer Strecke liegen vor uns. Keine leichte Aufgabe für Sten, da immer gut zu reagieren beim Lenken, Anfahren und Bremsen. Die Straße nach Aktau. Die kennen wir inzwischen wirklich bestens. Wir hätten nicht gedacht, noch einmal diese Strecke entlang zu fahren, nachdem es ja schon vier Mal hin und her ging, um an den Aufenthaltsstempel heran zu kommen. Diesmal nun also ne neue Variante. Wir rollen hinterher. Bis plötzlich Schluss ist. Der Fahrer steigt aus, hängt unsere Stange ab und sagt mit knappen Gesten: „20 Minuten“.

Was ist bitteschön jetzt los? Da stehen wir am Straßenrand, unsere Stange liegt vor uns im Staub und ein kleiner Sandsturm zieht auch mal wieder auf. Die Situation kommt uns sehr skurril vor. Wir wissen nicht wirklich, worauf wir nun warten. Wir stehen einfach da und lassen uns von jedem vorbeifahrenden LKW ein wenig durchrütteln. Zwanzig Minuten sind um, und dreißig auch und vierzig. Wieder einmal eine zuckersüße Geduldsübung. Warten wir einfach und vertrauen darauf, dass irgendwann irgendetwas geschieht? Oder versuchen wir umher zu Telefonieren, um etwas in Erfahrung zu bringen? Wir merken, wie tief uns unser Deutsch sein in den Knochen steckt. Auch wenn wir schon einige Situationen mit Gelassenheit gemeistert haben, ist uns doch klar, dass es nicht unsere angestammte Mentalität ist. Hilft hier aber alles nicht wirklich weiter. Wir stehen da und wackeln ab und an. Mehr nicht. Nach eineinhalb Stunden hält plötzlich ein Wassertanker vor uns. Dessen Fahrer sich gleich an unserer Abschleppstange zu schaffen macht. Mit vielen Worten ist es hier nicht immer so. Und so geht es wie aus heiterem Himmel einfach weiter mit unserer Fuhre. Über Abwechslung kann sich unser Leo nun wirklich nicht beklagen. Wird ihm einiges geboten. Nach einer ewig wirkenden Fahrt ins „wer weiß wohin“ biegen wir auf einmal rechts ab. Und tatsächlich, mitten im Wüstensand steht auf einer großen freien Fläche eine MAN Werkstatt. Ein blaues Tor wird aufgetan, ein Rudel Huskys empfängt uns, der Regen setzt ein und es wird schnell dunkel. Gerade noch unser Ziel erreicht, bis sich hier heute kein Rad mehr dreht.

Ich ziehe die frühe Bettvariante vor, um morgen mit frischer Kraft unserem neuerlichen Visa-Thema entgegen zu blicken.

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