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Anmeldung bei der Migrationsbehörde in Russland
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Sibirien / Siberia

11.07.2015 Srostki / Russland / N52°25’34.5“ E085°31’14.0“

 

Frische Landeier gibt es zum Frühstück. Das Gelb der Eier gleicht einem Orange. Und das ganz ohne Farbstofffütterung. Die Eier kommen vom Land aus der Nähe Barnauls. Alexejs Familie hat eine Datscha außerhalb der Stadt. „Viel gibt es dort nicht…“, sagt er, „…aber Hühner, die leben da“. Der Begriff „Landeier“, der stammt von Alexej. Wieder so ein Wort, bei dem wir uns sprachlich um die Ecke wunderten, als er gestern Abend sagte: „Und morgen früh, da bereite ich euch frische Landeier zu!“. Wir genossen die Eier, wir genossen die Dusche und die selbstgemachte Erdbeermarmelade auf deutschen Brötchen aus dem „Metro“ Supermarkt, den es auch in Barnaul gibt. Alex und Alex lieben es, deutsche Produkte einzukaufen. Ihr Stück Verbundenheit zu Deutschland. Aus dem gleichen Grund sprechen sie auch Deutsch miteinander. So geben sie sich das Gefühl, nicht weit weg zu sein und halten die Sprache in sich wach. Dass es hier selbst „Deutsche Brötchen“ zu kaufen gibt, kann ich auf der Packung lesen. Sonst hätte ich es nicht geglaubt.

Wir wollen nicht los und doch sollten wir weiter, tönen unsere inneren Stimmen. Wenige Tage bleiben uns noch, um unangemeldet unsere Fahrt durch Sibirien fortzusetzen. Auch hier muss man sich nach drei Tagen anmelden. Doch ist es in Russland noch etwas komplizierter. Hier muss der Einladende mit zur Migrationsbehörde und bezeugen, dass man sein Gast ist. Eine Erleichterung gibt es dabei. Die Person die mit aufs Amt kommt muss nicht die Gleiche sein von der die Einladung stammt die fürs Visa nötig war. Das ginge ja auch gar nicht. Da diese Einladungen in den meisten Fällen Reiseagenturen ausstellen. Wir entschieden uns für die sieben Tage Variante. In denen kann man ohne Anmeldung durch Russland reisen.

Sibirien. Das Wort spricht eindeutig von Größe, von Dimensionen, die nicht greifbar sind, von Permafrostböden, von Mücken, von Verbannung, von unglaublich harten Wintern.

Und nun sind wir hier. Die Mücken halten sich freundlicherweise in Grenzen. Dafür sorgen in diesen Wochen die Libellen, wird uns erzählt. Wir Durchstreifen das Land der Birken, die hier tatsächlich überall stehen. Kreuzen mehrmals den Ob. Den 3.650 Kilometer langen Fluss, den ich bisher nur aus meinem Geografie Unterricht kannte. Von „Ob“ und „Irtysch“ war da immer die Rede, als Merkmal-Flüsse Sibiriens. Mit 10 Millionen Quadratkilometern ist Sibirien größer als die USA. Mit 7.000 Kilometern Länge und 3.500 Kilometern Breite reicht Sibirien vom Ural bis zum Pazifik und vom Nordpolarmeer bis zu den Grenzen Chinas und der Mongolei. 24,3 Millionen Menschen leben in Sibirien und damit 2,7 Personen pro Quadratkilometer. Es gibt mächtige unbewohnte Gebiete, da neunzig Prozent der Menschen auf nur zehn Prozent der Gesamtfläche leben. Für den Staat ist es einfacher, seine Bevölkerung in den Städten zu versorgen. Aus diesem Grund zieht man das Volk immer stärker in die Städte entlang der Transsibirischen Eisenbahn sowie ihrer Zweigstellen und überlässt das Land sich selbst. Die Eisenbahn als Lebensader in jeder Hinsicht. Gebiete, in denen es im Sommer an die 40 Grad warm wird und im Winter bis zu Minus 70 Grad kalt. Diese Zahlen sind weitere Dimension dieses landschaftlichen Giganten. Und da mittendrin sind wir zwei kleinen Menschenwesen und bewegen uns Richtung mongolischer Grenze? Wie kann das gehen? Wie funktionieren? Indem wir uns Meter für Meter durch das Land tasten und auf diese Weise den Halt nicht verlieren. Alles sieht aus als ob wir ein Vergrößerungsglas vor den Augen hätten. Die Wälder massiv. Die Felder, nicht überschaubar in ihren Ausmaßen. Die Wege, scheinbar ohne Ende. Abends machen wir Halt an einem See neben dem „Ob“. Wir sind froh, das Vergrößerungsglas abgenommen zu bekommen und einfach auf den See schauen zu können, dessen Ränder wir sogar sehen. Das lässt uns wieder wachsen und gibt uns das Gefühl des Aufgehoben Seins zurück.

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