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Schicksal / Destiny - Weltreise mit Ede und Sten
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Schicksal / Destiny

09.06.2015 Almaty / Kasachstan / N43°14’37.5“ E076°56’13.5“

 

Tousif ist in Indien geboren, hat viele Jahre in Dubai gelebt und dort im Hotelbusiness mit einem Manager aus Jena 🙂 zusammen gearbeitet. Nun sitzt er uns als Operation Manager hier in Almaty gegenüber. Seine Augen leuchten, sein Blick ist flink. Er ist aufmerksam. Enthusiasmus steckt in jeder seiner Bewegungen. Gestern begegneten wir uns am Pool. Sergey, der Chef, machte uns miteinander bekannt. Es brauchte nicht viel und uns war klar, wir wollen uns wieder sehen. Elf Uhr holt uns der Fahrer Dilshat am Leo ab und bringt uns zu Tousif. Die Stadt ist verstopft, Unfälle an allen Ecken und Enden. Hat der Sturm der letzten Nacht die Gemüter derart bewegt? Erst ein Sandsturm, dann fegte Regen übers Land. Hochwasser in Almaty. Die Nacht. Der Morgen. Der Tag. Die Menschen scheinen ungehalten und nervös. Im Gebirge hat sich die Energie in Schnee entladen. Gestern noch lagen 35 Grad auf den grünen Berghängen, heute ist es kühles Weiß. Gondeln empfangen uns und holzverkleidete Fassaden. Wir sind im Wintersportresort. Nun nur noch die Ski abschnallen und rein ins Warme. So fühlt es sich an in 2.800 Metern Höhe. Wir sind im Restaurant „Chalet“ hoch oben am Berg „Shymbulak“. Sergey ist der Besitzer. Er hat die Ideen, das Gespür, die Lust. Tousif ist der Manager. Er leitet die Prozesse an. Er führt die Mitarbeiter. Zusammen sind sie ein prima Team. Das „Chalet“ ist ein Restaurant der Spitzenklasse. Das spricht aus jeder Echtholzdiele, aus den liebevollen Details der Einrichtung. Nicht überladen, nicht pompös. Einfach passend und fantasievoll! Vasyl kommt zu uns. Er ist der Chefkoch. Mit Jamie Oliver hat er in London zusammen gearbeitet. Er liebt dessen Wesen, seine Art zu kochen. Wir auch. Heute geht es um Vasylys Kochkunst. Vasylys Lieblingsgerichte sind die seiner Großmutter Katharina aus Odessa. Wir bestärken ihn darin, diese traditionelle Küche weiter zu pflegen. Einzelne Speisen herauszupicken und sie in das Heute zu tragen. Er freut sich, dass wir seine Ansichten teilen und bereitet uns auf der Stelle eines der Gerichte aus Odessa zu. Es nennt sich „Forshmag“ und ist ein Gemisch aus Minikleinen Herings-, Apfel- und roten Zwiebel-Würfeln, angereichert mit Schmelzkäsecreme, Eiweiß und Mayonnaise. Das Ganze kommt auf geröstete Schwarzbrottaler. Obenauf die Krone aus rotem Kaviar und einem grünem Stängel Lauch. Meerrettich- und Sanddornschnaps dazu und der Traum der Großmutter aus Odessa ist perfekt. Meine Güte. So viele Speisen haben wir inzwischen zusammen getragen. Ich liebe sie alle auf ihre Weise. Freue mich darauf, all das dann später zu Hause mit unserer Familie und unseren Freunden auszuprobieren! Das werden köstliche Tage. Nach der geschmacklichen Reise in die Ukraine bewegen wir uns in die Sowjetzeit zurück. Schaschlik im Stil der UdSSR ist hier in den Bergen der Renner. Der Clou sind die Aluminiumspieße, auf welche das marinierte Lammfleisch gesteckt wird. Wer hatte damals schon Edelstahl? Wir schreiben die Zubereitungsschritte mit, wir filmen und machen Fotos. Davor, dazwischen, danach und überhaupt sitzen wir mit Tousif zusammen und reden was das Zeug hält. Die Worte, Satzfetzen, Gedanken und Fragen wabern nur so durch den Raum. Es geht um Management, es geht um die Firmen, um Gott, Zufälle und Schicksal. Vor allem um Schicksal. Wer weiß schon ob die Dinge so zufällig geschehen, wie sie wirken? Warum kam Tousif gestern zum Pool? Er hatte es eigentlich nicht geplant. Wir ebenso wenig. Warum laufen die Dinge wie sie es tun? Ist es Zufall, ist es Schicksal, sind es, von wem auch immer, geplante Verabredungen? Tousif ist sich sicher, er ist erfolgreich im Leben, wenn er dem Schicksal Vertrauen schenkt. Wir sprechen darüber, dass wir manchmal innerlich eng und verkrampft sind, nicht offen für die Kraft dieser Energien. Dann laufen die Dinge schwer, wollen nicht so recht rucken und gelingen. Fangen wir wieder an zu vertrauen, begeben wir uns in den Lauf dessen was sich ergibt, fließen die Ereignisse wieder ineinander und ergeben ein wundervolles Kaleidoskop an Abenteuern. Sten, Tousif und ich sitzen Stunde für Stunde zusammen. Fast haben wir eine Plantage grünen Tees ausgetrunken, so oft wie der Kellner Nachschub bringt. Wir sind angetan, berührt, begeistert. Wir tauschen uns aus, wechseln Gedanken, setzen sie fort, spielen mit Möglichkeiten. Ein kurzes Schweigen nutzen wir gemeinsam zum Aufbruch. Denn das „Chalet“ ist nicht das einzige Objekt, welches Tousif als Manager Sergeys betreut. „Das „Bellagio“ ein Edelrestaurant am Fuße der Berge, in dem der eine oder andere Präsident der Welt schon ein- und ausging, zählt dazu. Wir sehen, wo Francoise Hollande saß und wo der Staatschef Chinas. Übervoll an Impressionen genießen wir das Vorbeiziehen der arangierten Bilder. Wir wissen, all das ist mit einem unendlich großen Haufen an Arbeit verbunden. Um es am Ende spielend leicht aussehen zu lassen, wenn die Köche galant in der Sommerküche Gemüse durch die Pfannen schwenken, wenn die Kellner über die Gartenwege schweben. Service ist ein knallhartes Geschäft. Überall auf der Welt. Der „Ray Pool Club“, das „Chalet“ und „Bellagio“ sind nicht alles. Sergeys Fantasie sprühte weiter. Und so eröffnete er vor einigen Wochen in der Innenstadt ein Lounge Café. Die Jungs hier sind super jung, doch sie machen ihre Sache gut. Auch wenn ihnen die Hände etwas zittern, als Tousif ihnen beim Wasser eingießen zusieht. Es ist wie es ist. Business ist ne harte Sache. Egal auf welcher Seite man gerade steht. Wir sind der Bestimmung des Tages heute wieder einfach gefolgt. Am Morgen sah es draußen einfach grau und pitschnass aus, als wir die Fenster vom Leo öffneten. Daraus wurden Stunden, die sich gewaschen hatten! „Schicksal“, abgeleitet vom altniederländischen Wort „Schicksel“, steht für Fakt oder Los, auch Omen und Orakel. Es bezeichnet Abläufe von Ereignissen in unser Aller Leben, die als von göttlichen Mächten vorherbestimmt oder als zufällig empfunden werden. In jedem Falle entzieht sich das Schicksal unserer eigenen Entscheidungsfreiheit. So steht es im Internet und das hat in dem Fall wohl mal recht.

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