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Leo hat Fieber / Leo has fiber - Weltreise mit Ede und Sten
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Leo hat Fieber / Leo has fiber

06.03.2015 Iran / Rafsanjan / N30°24’44.0“ E055°57’41.1“

Freitag ist Sonntag hier in Iran. Und so sind die Straßen leer, da alle Familien zu Hause sind, als wir am frühen Morgen die Wüstenstadt Yazd verlassen. Am Straßenrand noch schnell ein frisches Fladenbrot heiß aus dem Ofen gekauft. Bezahlen durften wir es nicht. Denn sobald wir hier in Persien irgendwo sind wollen die Menschen uns etwas schenken. Und so war das frisch duftende Brot ein Present des Bäckers. Weiter in den Süden führt uns unser Weg, um in Rafsanjan unseren südlichsten Punkt in Iran zu erreichen. Den persischen Golf heben wir uns für später auf. Zu groß sind die Distanzen. Zu sehr lieben wir es, einzelne Orte in Ruhe kennen zu lernen und nicht nur schnell hindurch zu huschen. So wird es wohl irgendwann eine zweite Reise für uns in diese Region geben. Inshaallah… Rafsanjan ist bekannt für seine besonders wohl schmeckenden Pistazien. Halt machen wir hier nicht. Sondern wenden uns nun gen Norden, um am 12. März an der Grenze zu Turkmenistan sein zu können. Ein paar Tage Ruhe in der Wüste und eine Einladung in Mashhad im Norden liegen vor uns. Wir freuen uns darauf. Doch unser Schicksal hat andere Pläne mit uns… Um einen Eindruck von der Landschaft festzuhalten, kurbele ich das Fenster herunter und bekomme plötzlich kaum Luft. Ein beißender Geruch steigt mir in die Nase, der uns zwingt sofort anzuhalten. Es zischt und pfeift und qualmt und stinkt am Leo. Wir schauen uns beide an und sind für den ersten Moment vollkommen ratlos. Jeden Morgen macht Sten einen Check am Leo. Bisher war immer alles OK. Was nun? Das was jetzt folgt scheint mir irgendwie Vorsehung zu sein. So sehr spielen die Ereignisse Hand in Hand. Wenige Augenblicke nach unserer Ratlosigkeit stehen zwei Männer vor uns, die an der Straße liefen und den Gestank gerochen haben. Sie zücken gleich ihr Handy und fangen an wild umher zu telefonieren. Wir versuchen derweil dem Problem auf den Grund zu gehen. Aus der Gear-Box spritzt heißes Getriebeöl und wir merken, dass sich der Allrad nicht ausschalten lässt. Er ist permanent aktiv. Das darf natürlich bei den hohen Geschwindigkeiten nicht sein und ist wohl eine Ursache für die superheiße Gear-Box. Doch warum hat sich der Allrad zugeschaltet, ohne dass Sten den Schalter betätigt hat. Und warum kann er den Allradantrieb nicht abschalten? Woher kommt das extrem laute Zischen? Fragen. Fragen. Und vorerst wenige Antworten. Doch von Augenblick zu Augenblick mehr Meinungen. Denn immer wieder halten Autos an und interessierte Männer steigen aus um ihre Ratschläge zu geben. Natürlich alles in Farsi. Wir verstehen kein Wort. So telefonieren wir nun mit Hassans Vater in Mashhad. Hassan ist unser Freund aus Jena und der Besuch seines Vaters unser nächstes Ziel. Er ist ein sehr agiler Mensch, der uns sofort versucht zu helfen. Er telefoniert nach Meybod zu Alireza, den wir dort besuchten. Alireza vermittelt Kontakte nach Rafsanjan. Dort wiederum geht es von Mund zu Mund und drei Stunden später steht plötzlich die Polizei vor uns, um uns im Schritttempo nach Rafsanjan zurück zu eskortieren. Am Ortseingang werden wir in Empfang genommen von Mr Hashami. Er führt uns zu seinem Haus. Dort wartet sein Schwiegervater, der wiederum Kontakte zu einer Werkstatt hat. Wie diese Kette der Verbindungen wirklich funktioniert wissen wir nicht. Wir haben jedoch inzwischen gelernt, dass auf dieser Basis das ganze Land funktioniert. Und so sind wir froh und dankbar, dass wir auf diese Weise Unterstützung erfahren. Alle versichern uns immer wieder „Don’t worry!“ Und so sind wir zum Entspannen erst einmal auf ein Familienfest eingeladen. Vierzig Personen sind spontan versammelt. Quer durch alle Generationen. Eine Tradition, die in der Familie seit vielen Jahren praktiziert wird. Einmal pro Monat treffen sich die Familien rund um das Großelternpaar, welches zehn Kinder zur Welt gebracht hat. Die Wohnung gleicht in unseren Augen mehr einem Palast. So großräumig ist alles angelegt. Für Iraner scheint es normal zu sein. Denn egal wo wir hinkommen sind die Wohnräume riesig groß und mit Teppichen ausgelegt. An den Wänden des großen Wohnzimmers hier sind Stühle aufgereiht, die von den Männern besetzt sind. Die Frauen sitzen in der Küche auf dem Boden und bereiten das Essen zu. Alle sind in fröhlicher Stimmung, reden und lachen miteinander. Und zwischendrin werden die Babys von Arm zu Arm gereicht und springen die Kinder umher. Eine wirklich wunderschöne Atmosphäre in die wir da wieder einmal eingetaucht wurden. Gegessen wird auf dem Boden. Sten sitzt an der Stirnseite des Tuches und sieht mit seinem weißen Hemd ein wenig wie der eine Audienz gebende König aus. Ein Uhr am Morgen wird langsam zum Aufbruch geblasen. Schließlich geht in wenigen Stunden die Schule los. Doch das sehen hier alle ganz entspannt. Nun, da wir um zwei Uhr in unserem Leo liegen kreisen unsere Gedanken noch einmal um den Tag: Yazd, Piste, südlichster Punkt, Berge, Gestank, Ratlosigkeit, Ideen, Unterstützung, Eskorte, große Familie, viele Gespräche, tolle Speisen, herzliche Begegnungen. Wir sind dankbar für die Fügungen und hoffen für unseren kranken Leo, dass ihm morgen geholfen werden kann!!!!!

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