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Lächelnde Vorsicht / Smiling caution - Weltreise mit Ede und Sten
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Lächelnde Vorsicht / Smiling caution

02.10.2015 Luang Namtha / Laos / N21°00’09.3“ E101°24’36.8“

Zweihunderttausend Metallsplitter fliegen in einem Umfeld von mehreren hundert Metern umher, wenn eine Streubombe explodiert. Zweihundertsiebzig Millionen dieser qualbringenden Geschosse warfen die Amerikaner, in der Zeit zwischen 1964 und 1973, über Laos ab. Das Land diente als Versorgungs-und Kommunikationsnetzwerk im Vietnamkrieg. „Um dieses Netzwerk zu zerstören, warfen die Amerikaner mehr Bomben auf Laos ab, als im zweiten Weltkrieg auf Deutschland und das von Deutschland besetzte Europa.“ lese ich in einem Buch nach und bin in meinem Inneren erschüttert. Eine halbe Tonne Sprengstoff pro Einwohner. Was für Zahlen? Was für eine Wut? Was für eine Gewalt steckt dahinter? Und vor allem, welch unbeschreiblich großes Leid löst all das aus??? „Bis 1973 waren über fünfhunderttausend Angriffe geflogen und durchschnittlich alle acht Minuten eine Bombenladung abgeworfen worden, täglich vierundzwanzig Stunden, neun Jahre lang.“ Ich fühle mich wie gelähmt, wenn ich mir versuche vorzustellen, was diese Worte erlebt bedeuten. Dreißig Prozent der abgeworfenen Munition waren laut Schätzungen Blindgänger. Was wiederum die gigantische Zahl von achtzig Millionen Sprengkörpern bedeutet. Das macht die Feldarbeit bis heute mitunter lebensgefährlich, tötet Kinder, wenn sie die tennisballgroßen Geschosse finden und damit spielen. Fünfundzwanzigtausend Menschen sind nach Kriegsende an diesen Blindgängern gestorben.

Lähmende Traurigkeit macht sich breit in mir. Warum wird zivilen Menschen, wird Familien ein solch unfassbar großes Leid zugefügt? Welches Recht nehmen wir uns als Menschen heraus, so rücksichtslos, kalt und brutal miteinander umzugehen? Mein Weltbild kommt heute ins Wanken. Was sind wir Menschen nur, dass wir derart handeln? Und warum um alles in der Welt? Wofür? Wofür? Wofür? Der Ort Luang Namtha, in dem wir gerade für ein paar Tage unsere Seelen baumeln lassen, macht einen so lebensfrohen Eindruck. Der Umgang der Leute ist freundlich miteinander und rücksichtsvoll. Ich mag die Stimmung sehr und genieße es hier zu sein.

Wie die Menschen zueinander stehen nehme ich als gigantische Strahlkraft wahr. In jedem Land erlebe ich sie anders. Ist das unsagbare und noch immer nicht endende Leid der Menschen in diesem Land der Schlüssel zu ihrer stillen Freude an dem was gut ist und der Bedeutsamkeit die sie ihren Familien schenken? Messen die Laoten deshalb der Qualität ihres Lebens so viel Wert bei, weil sie wissen wie schnell alles vorbei sein kann? Ich bin still heute und achtsam. Schaue in die Gesichter derer, die mir begegnen. Suche den Kontakt mit ihnen über die Verbindung unserer Blicke. Ich sehe in lachende Augen denen ein Hauch abwartender Vorsicht beigemischt zu sein scheint.

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