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17.02.2015 Iran / Teheran / N35°45’13.3“ E051°25’28.0“

Gut bewacht steht unser Leo nun seit einigen Tagen direkt gegenüber vom Eingang des Verteidigungsmuseums. Jeden Morgen und Abend werden wir vom Aufsichtspersonal freundlich gegrüßt. Doch jeder der zu uns will, wird erst einmal aufgehalten und wir müssen dann bestätigen, dass alles seine Richtigkeit hat. Bei so viel Aufmerksamkeit finden wir es gut, uns nun auch einmal das Museum anzuschauen. Ein riesiges Areal, in den Ausmaßen eines Messezentrums liegt vor uns. Aufgereiht stehen hier Panzer, Raketen, Schießstände, Fahrzeuge und so. Selbst ein alter W50 ist dabei. Die Dimensionen und die Art der Präsentation erinnern mich tatsächlich stark an die DDR. Diese „Demonstration der Schlagkraft“ ruft längst vergessen Geglaubtes in mir hervor.

Dann zieht es uns doch wieder mehr hin zum bunten Leben. Auch wenn dieses Gewimmel in der Umtriebigkeit eines Ameisenhaufens uns jedes Mal richtig schlaucht, spüren wir hier doch das Pulsieren des Daseins. Immerzu werden wir angehalten, weil uns etwas gezeigt und erklärt wird, oder wir nach unserem Eindruck vom Iran gefragt werden. Den Menschen, die mit uns sprechen, ist es wichtig, dass ein freundliches und positives Bild von ihrem Land nach außen dringt. Sie möchten einladend und gastfreundlich wirken und nicht abschreckend. Und so rühren diese Begegnungen an unseren Herzen. Ab und an ziehen wir uns in einen kleinen Imbissstand zurück, um für ein paar Minuten zur Ruhe zu kommen. Ja, die Menge der Eindrücke und Empfindungen sind so vielfältig und reichhaltig, dass ich abends oft im Bett liege und versuche, das Erlebte für mich irgendwie einzuordnen, um am nächsten Morgen erneut ne große Kelle aus dem Topf der Ereignisse zu schöpfen.

Langsam wird es dunkel und wir warten auf Ramin, der uns zum Kochen abholen möchte. Auch heute ist der Verkehr so dicht, dass einige Telefonate von Nöten sind, weil sich die Zeit mehr und mehr zieht. Dieses Leben mit dem Dauerstau stelle ich mir sehr belastend vor. Für uns ist es jetzt eine Episode. Für all diejenigen die hier leben, ist es knallharter Alltag. Immer die Nerven behalten und sich in Geduld üben, wenn um einen herum das blanke Chaos herrscht. Als wir zu Ramin, Zoreh und Sajad kommen, sind wir absolut angetan von dem kleinen Haus im Bauhausstil. Das Haus aus den 60ger Jahren könnte genau so auch bei uns in Deutschland stehen, samt all seiner Inneneinrichtung. Und so fühlen wir uns sofort heimisch und genießen die Vertrautheit. Wir kochen heute vier Gänge unter anderem aus Hähnchenkeulen, weißen Bohnen, Auberginen, Nüssen, Kräutern, Eiern, Granatapfelsirup, Zwiebeln, Knoblauch, Johannesbeeren, Reis, Kreuzkümmel und Safran. Am Ende des Abends tun uns die Bäuche weh vom guten Essen und vielen ausgelassenen Lachen. Wir sind fasziniert, wie übereinstimmend unser Humor ist und spüren einmal mehr wie hilfreich das miteinander sprechen für die Verständigung unter den Kulturen ist. Nichts ist kompliziert. Wir können alles ansprechen und bekommen auf jede Frage eine Antwort. Es kommt uns vor, als kennen wir uns seit ewige Zeiten.

Um uns bei unserem heutigen Menü das Allerbeste zu geben, hat Zoreh zu einem Trick gegriffen. Wir kochen jeden Gang, um die Schritte nachvollziehen zu können und ganz am Ende kommt Zorehs Mutter ins Spiel. Sie hat über den Tag hinweg das gleiche Essen bereitet, welches nun nach dem stundenlangen Garen fertig auf dem Tisch steht. Wohingegen wir manchen Schritt der Nachvollziehbarkeit halber etwas abkürzen mussten. So geht es also zu wie in einem echten Kochstudio. In welchem dann plötzlich das fertige Gericht eingeblendet wird. Die Vögel kündigen den neuen Morgen bereits an, als wir zu unserem Leo zurück fahren. Wir lassen den wundervollen Abend in der Entspanntheit der nun einmal leeren Straße nachhallen.

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