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Lachende Nähe / Laughing nearness - Weltreise mit Ede und Sten
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Lachende Nähe / Laughing nearness

29.10.2015 Ph. Sralau / Kambodscha / N13°46’40.9“ E105°36’16.9“

Auf einer großen Wiese in einem kleinen Dorf erwache ich. Von weitem schauen die Kinder was sich regt, an unserem Leo. So einen „Brummer“ in ihrem Dorf. Das gab es mit Sicherheit ihr ganzes Kinderleben lang noch nie. Es ist wie ein vorsichtiges Abtasten von beiden Seiten. Die Kinder beobachten genau was wir tun. Wir wiederum sind neu in Kambodscha, wissen nicht, wie die Menschen hier leben, wie es ihnen geht. Dieser erste Morgen in einem neuen Land ist für mich jedes Mal sehr speziell. Trotz der drückenden Wärme, die mein Denken verlangsamt, gibt es einen Teil in mir, der hellwach ist und alles mitzuschreiben scheint, was ich wahrnehme.

Eine kleine Stadt taucht auf. Der Ort, um uns erst einmal einzurichten. Geld brauchen wir und eine Telefonkarte. Etwas zu Essen wäre praktisch und vielleicht findet Tommy einen „Laundry-Service“, um seine Wäsche waschen zu lassen. „Riel“ nennt sich hier das Geld. Viertausend Riel sind ein Dollar. Schon mal gut zu wissen, um die Angaben an der Tankstelle zu verstehen. Doch da steht irgendetwas anderes. Wir können die Größe der Zahlen nicht einordnen. Na, wer weiß. Einen Geldautomaten finden wir. Doch der ist von der ganz langsamen Sorte. Da steht er nun schon in einem klimatisierten Kasten und trotzdem zickt er rum, als sei er vom Hitzeschlag getroffen. Nach unzähligen Versuchen mit diversen Karten und unterschiedlichen Höhen der angeforderten Beträge bekommen wir irgendwie heraus, dass hier keine „Riel“ aus dem Automaten fallen, sondern Dollar. Dass heißt, unsere eingegebenen Beträge waren in Dollar ein Vermögen, die uns der Automat logischer Weise verwehrte. Und warum halten wir nun Dollar in den Händen? Müssen wir die nun wiederum tauschen? Wir probieren unser Glück an einem Telefonstand. Ein windschiefes Hüttchen, doch mit einer Jalousie davor, die am Abend verschlossen werden kann. Zwei Kinder kullern wie junge Hunde auf dem Boden herum. Ihre Haare wehen im Wind des Ventilators. „Bose“-Boxen, Ladekabel, „chinesische und gute“, wie der Ladenbesitzer uns mitteilt , Telefone, Zubehör, im Grunde findet sich fast alles hier, was man auch in einem Edel-Telefon-Store im schicken Ambiente erwerben kann. Der Unterschied ist die Umgebung. Nebenan sitzen dicke Fliegen auf, in der Sonne vor sich hin schmorenden, Fleischbatzen. Fische versuchen ihr Glück mit dem Atmen in zu kleinen Schüsseln. Das Gemüse bemüht sich unbeeindruckt von der Hitze zu bleiben und demonstriert grüne Frische. Was mein Magen zu all den Leckereien sagt, weiß ich noch nicht genau. Ich koste erst einmal nur mit meinen Augen. Sten und Tommy probieren ein paar Zuckerrohr-Drinks. Die Rohre werden dafür mehrmals durch eine Walze gequetscht, bis der Saft ausdringt. Es ist vollkommen unkompliziert, eine Telefonkarte mit Internet zu bekommen. Wie unterschiedlich da doch die Länder sind. Im hochentwickelten China ist selbst eine fünf-Millionen-Stadt zu klein um eine SIM-Card zu kaufen. Hier scheint das an jeder Häuserecke zu gehen. „4G“ natürlich, wie uns der Telefonladenmann stolz offeriert.

Und wie ist es nun mit dem Bezahlen? Wir haben ja nur Dollar. „Wir nehmen hier überall beides“ erfahren wir im Telefonhüttchen. Ich bezahle also mit Dollar und bekomme daraufhin mein Wechselgeld gemischt in Dollar und Riel zurück. Ein lustiges System. Ob da einer durchblickt? Ich nehme einfach, was mir gegeben wird und stecke das Geld vertrauensvoll in meine Tasche. Der Preis für meine gebratenen Ananasstückchen zum Mittag wird sowohl in Dollar als auch in Riel ausgewiesen. Der neue Haarschnitt für Sten kostet klare 2 Dollar. Unsere Irritation an der Tankstelle klärt sich für uns nun auch auf. Wir suchten nach Riel Beträgen, fanden aber nur Dollar Werte. Warum hier mit beiden Währungen hantiert wird erschließt sich uns heute nicht. Vielleicht bekommen wir es später raus.

Doch wir fühlen uns dem Land schon ein ganz klein wenig näher gerückt. Die Menschen tun ihr übriges dazu. Sie sind ein kunterbunter Mix aus allen möglichen Völkerrichtungen, entstanden aus der Jahrhunderte währenden Bewegung der Grenzen und zugehörigen Gebiete. Doch freundlich sind sie alle. Als hätten sie zwei Gesichter, so verändert sehen sie aus, wenn aus den ruhigen, konzentrierten Gesichtern plötzlich ein Lachen strahlt. Dann ist das Neue nicht mehr so neu und das Fremde nicht mehr so fremd. Dann wird aus Abstand Nähe.
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