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Der Mann mit der Mundharmonika / The man with the harmonica - Weltreise mit Ede und Sten
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Der Mann mit der Mundharmonika / The man with the harmonica

25.02.2015 Iran / Isfahan / N32°38’31.9“ E051°38’33.5“

Isfahan. Der Name dieser Stadt klingt in meinen Ohren schon lange nach „Ganz weit weg“ nach „Da möchte ich einmal im Leben hin“ nach „Eine Welt wie in einem Traum“.

Nun sind wir hier! Wir wachen am Morgen in unserem Leo auf der am Ufer des Zayandehrud Flusses steht und stolz ist an so prominenter Stelle zu sein. Die Stadt, die auf 1.575 Metern Höhe liegt, 33 Brücken hat und deren Geschichte weit vor das 6. Jahrhundert v. Chr. reicht sagt uns während unserer Fahrt mit dem Taxi ‚Guten Morgen’. Vorbei an mehreren Moscheen endet unsere Fahrt vor dem Chehel-Sotun-Palast. Er stammt aus dem Jahr 1647 und ist durch seine Zedernholzkonstruktion etwas ganz Eigenes. Noch nie zuvor sah ich so alte Holzsäulen, die an ihrer Standfestigkeit nichts eingebüßt zu haben scheinen. Neben der Architektur sind es auch heute die Menschen, die für mich den Reiz des Tages ausmachen. Uns begegnen über den ganzen Tag hinweg Gruppen von kleinen Mädchen oder jungen Frauen. Schule läuft hier in Iran auch nach Geschlechtern getrennt. Und so sind es immer große bunte oder schwarze Trauben an Mädchen, die lachend auf uns zukommen oder sich amüsiert wegdrehen. Auf jeden Fall sind es fröhliche Begegnungen. Wir lassen uns erzählen, dass so viel gezeigte Lebensfreude eigentlich nicht gewollt ist, doch uns als Ausländern gegenüber überwiegt das Bedürfnis, das Land und seine Menschen offen und lebendig zu zeigen. Da drücken die Leiterinnen der Gruppen schon mal beide Augen zu. Die Mädchen tragen jeweils einheitliche Schulkleidung, was die Verhüllung ihrer Haare betrifft. Einmal sehe ich auch, wie 10 Mädchen ihre schwarzen Umhänge ablegen, um ein Foto vor dem Palast zu machen. Unter der schwarzen Kleidung kommen farbenfrohe Kurzmäntel zum Vorschein wie sie auch bei uns in Deutschland getragen werden. Ich stehe vor diesem Bild der Verwandlung und kann es schwer verstehen. Denn eines muss ich sagen. Wenn eine Gruppe von schwarz gekleideten Mädchen auf mich zu kommt macht es auf mich einen eher bedrückenden, ernsten Eindruck. Inzwischen weiß ich nun aber, dass darunter modisch gekleidete junge Frauen stecken, die ihr Aussehen und ihre Individualität in der Öffentlichkeit verbergen.

Unser Weg führt uns weiter zum Basar. Mit 11 Kilometern überdachter Gänge ist er einer der längsten Basare dieser Bauart überhaupt. Mustafa führt uns vertraut durch das Labyrinth. Es ist seine Heimatstadt, doch er lebt in Köln und ist heute selbst Gast in Isfahan. Seine Sprachkenntnisse helfen uns in jedem Fall weiter, als es ums Feilschen in der Kupferabteilung geht. In Zukunft werden wir unser Wasser auf der Tour in einem Kupferkessel aus Isfahan auf dem Feuer erhitzen. Ich liebe es, Dinge zu gebrauchen, die ihre ganz eigene Herkunft in sich tragen. An die ich mich erinnern kann, wenn wir selbst schon wieder ganz woanders sind. Den Handwerkern zuzuschauen, wie sie in absoluter Fingerfertigkeit die Kupfergefäße bearbeiten, lässt meine Ehrfurcht anwachsen.

Nach so viel Gehämmer und Geklopfe sind wir hungrig geworden. Und so führt uns Mustafa zu einem seiner ältesten Freunde in der Stadt in ein Restaurant. Er begrüßt uns gleich mit einem Stück auf seiner Mundharmonika. Dabei tanzen seine wachen wunderschönen Augen munter durch die Luft. Er spielt uns die Melodien der Seidenstraße und mir wird ganz warm um mein Herz. Mit diesen Klängen im Ohr betreten wir den Imam-Platz. Er wird „Abbild der Welt“ genannt, stammt aus dem Jahr 1602 und ist nach dem Tiananmen-Platz in Peking der zweitgrößte der Welt. Wir selbst nehmen auf ihm die Größe von Spatzen an. So gewaltig wirkt seine Präsenz. Unterstrichen wird dieser Eindruck von der angrenzenden Imam-Moschee, die in ihrer Kuppelmitte ein siebenfaches Echo erzeugt. Der Abend bekommt noch einmal eine ganz eigene Färbung. Sind wir doch bei Mustafas Familie eingeladen, mit der wir morgen zu einer Hochzeit gehen. Nun haben wir das Problem, ausschließlich praktische Outdoor Kleidung mit uns zu führen. Eine Hochzeitsfeier fragt aber nach anderen Stylings. Und so ist die ganze Familie bemüht, uns ein wenig passender zu kleiden. Wir haben so viel Spaß bei der Verkleidungsaktion, so dass der Abend auch heute schnell wieder zur Nacht wird.

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Kommentare

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    Lieber Sten! Wir wünschen dir einen wundervollen Geburtstag und erholsame Tage in der Wüste! Und natürlich weiterhin so tolle Erlebnisse auf eure phantastischen Reise!
    Liebste Grüße von Franzi und Torsten!


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