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Der Berg ruft / The mountain shouts - Weltreise mit Ede und Sten
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Der Berg ruft / The mountain shouts

09.05.2015 Usbekistan / Taschkent / N41°19’31.2“ E069°15’38.6“

 

Die Luft nimmt ein Bad, die Berge trinken sich satt. Die ganze Nacht hindurch regnet es, als hätte es dies noch nie getan. Das Wasser fällt mit einer unbändigen Kraft vom Himmel und kämpft sich so bis zu unseren Träumen vor. Mit dem Sonnenaufgang ist der Spuk vorbei. Wolkenschwaden ziehen bedrohlich durch die Täler, um danach doch dem schmeichelnden Sonnenlicht Platz zu machen. Schließlich ist heute ist Feiertag. Der 09. Mai. In Moskau wird er als Tag des Sieges begangen. Hier in Usbekistan ist es der „Tag des Erinnerns und der Dankbarkeit“. Im Fernseher nebenan läuft die Übertragung der Parade vom Roten Platz. Die Kommentatoren geben sich alle Mühe, unsere Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Doch wir üben lieber Dankbarkeit und machen uns auf in die Berge. Mit der Seilbahn wollen wir ganz nach oben fahren. Vorbei an Reitern mit ihren aufgeregten Pferden, an Frauen, auf dem Weg zu den Weiden. Alles sieht nach dem Regen der Nacht geputzt und wie frisch angestrichen aus. Das Grün der Almhänge ist heute besonders mutig in der Farbwahl. Fast etwas zu dick aufgetragen. So stechend leuchtet es. An der Seilbahn angekommen bin ich kurzzeitig überrascht. Aha, das ist die Seilbahn…. Holzgartenbänke mit einem Alibisicherheitsbügel hängen an den Seilen und laden uns ein, die tief liegenden Bergschluchten zu überqueren. Mein Magen zeigt mir an, dass er das hier gerade alles andere als lustig findet. Und so habe ich voll damit zu tun mich während der Fahrt auf den Himmel zu konzentrieren und ruhig zu atmen. Nur nicht nach unten schauen!!! Bei allem Bemühen um Entspannung merke ich doch, wie verkrampft meine Hand den dick grün gestrichenen Mittelholm umklammert, so dass ich jede Farbschicht zu spüren scheine.

Oben angekommen belohnt uns der Blick in die Berge. Und auch das Schlottern meiner Knie lässt langsam nach. Überall wehen Stoffstücke im Wind und tragen auf diese Weise die Wünsche derer ins Tal, die ihr Hoffen hier oben angebunden haben. Ein ganz schönes „Gewünsche“ wabert durch die Luft. So viel Hoffnung braucht die Welt und jeder Einzelne, auf ihr lebt. Für den Weg nach unten entscheiden wir zwei uns spontan um. Nichts und niemand bekommt mich noch einmal auf diese fliegende Gartenbank. So machen wir allein eine Wanderung und genießen den Abstieg vom Berg. Unsere Beine freuen sich. Merken wir doch, dass bei all dem Leo-Geholper zwar unsere Bauchmuskeln und der Oberkörper sehr gefragt sind, doch die Beine eher im Schlummer Modus dahin baumeln. Mittagszeit. Kochzeit. Die Sommerküche ist eröffnet! Schon seit gestern Nacht liegen die Rindfleischstücken in einer Marinade aus Zwiebeln, Kreuzkümmel und schwarzem Tee. Wieder etwas komplett Neues für uns. Schwarzer Tee macht das Fleisch mürbe. Die ganze Familie ist am wirbeln, da alle nach dem Bergausflug hungrig sind. Der Grill wird mit ganz normaler Kohle angeheizt und so braucht es etwas, bis ein Hauch von Wärme von ihr ausgeht. Doch irgendwann brutzeln die leckeren Schaschlik Stücke, aufgespießten Tomaten und Kartoffeln vor sich hin und verbreiten einen verführerischen Duft. Mir kommt es hier auf der Datscha vor als seien wir auf einem Kurzurlaub. „Urlaub auf der Reise“. Klingt vielleicht komisch. Ist aber so. Ich fühle mich vollkommen wohl gemeinsam mit Saule, Darija, der kleinen Zara, Ulugbek, den Großeltern und dem Hund, hier oben in den Bergen. Ich strecke mich auf der Sonnenliege aus, halte die Nase ins Licht und lasse mich fallen in unserer fröhlich, bunt zusammen gewürfelten Gruppe. Am Abend sind wir zurück in Taschkent und beim Umarmen von Saule, Darija und Zara wird mir noch einmal bewusst, welch schöne Zeit wir miteinander verbracht haben. Sommer. Lauer Abend. Feiertag. Das muss ausgekostet werden. Also treffen wir uns mit Assunta, der Italienerin, der wir Teppiche aus Chiwa mitgebracht hatten. Sie arbeitet bei der EU und lebt seit einigen Jahren hier in Taschkent. Zwei ihrer Freundinnen, eine Spanierin und eine Russin, gesellen sich zu uns. Und so wird es eine schallend lachende Nacht in einem georgischen Restaurant. Mit Storys aus der ganzen Welt.

 

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