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Bob der Baumeister / Bob of the master builders - Weltreise mit Ede und Sten
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Bob der Baumeister / Bob of the master builders

10.09.2015 Guangyuan / China / N32°26’09.6“ E105°49’13.4“

Wir sind, geografisch gesehen, im Bauch Chinas. Da arbeiten die Organe von früh bis spät. Kennen keine Ruhe, keinen Stillstand. So als käme permanent frisch zerkauter Nahrungsbrei im Bauch an und muss, ob Magen, Leber, Galle, Nieren und Darm nun wollen oder nicht, weiter verarbeitet werden. Sonst kollabiert das System, sonst gibt es einen Totalausfall. Also wird pausenlos geackert und geschuftet. Nachtschlaf scheint in China überflüssig. Zu keiner Zeit hört das Hupen und Quietschen und Fahren und Rufen auf. Bewegung ist hier ein Dauerzustand. Wo finden die Menschen ihre Ruhe? Brauchen sie das nicht? Manchmal ist es als sehe ich „Winke Katzen“ im Dauerbetrieb. Doch selbst denen geht irgendwann der Strom der Batterien aus. China, du bist ein großes Wunder für mich.
Wir durchfahren Täler, vollgestopft mit Eisenbahnschienen, Autobahnbrücken und Straßen. Das ist hier wahrlich kein Kinderspiel, wie die tonnenschweren Brückenpfeiler in den Boden des Flusses gerammt werden, der, angeschwollen vom vielen Regen, die Arbeit mit Sicherheit zur Tortur macht. Doch wie mir erzählt wurde, geht es in China nicht um das Befinden eines Einzelnen. Im Dienst des Landes zu stehen sind die Werte um die es sich dreht. Einzig die Jugend in den wirklich großen Städten, also ab fünfzehn Millionen aufwärts, beginnt es anders zu sehen. Bleibt abzuwarten, was das für die Zukunft Chinas bedeutet. Fahren wir umher, fühle ich mich immerzu zwischen Mittelalter und Hyperzukunft hin und her geschleudert. Da ein kleiner hutzeliger Mann mit einem löchrigen Strohhut, abgerissenen Kleidern und nem prallen Bündel auf seinem krummen Rücken. Dort Mädchen und Jungs die, wo sie gehen und stehen, mit ihren Glitzer-Handys beschäftigt sind. Da Brücken, die als Jahrhundertbauwerke durchgehen können, dort eingefallene Hütten in die es reinregnet und aus der trotzdem Menschen gekrochen kommen. In der Mongolei hatten wir immer wieder den Eindruck die ersten Wesen auf diesem unberührten Boden zu sein. Wie eine Spielzeuglandschaft lag das Land vor uns. In China nun ist wohl „Bob der Baumeister“ am Werk und denkt sich für jeden noch so kleinen Winkel etwas aus, um den Boden erst einmal umackern zu können. Kinderzimmerbaulandschaft im ganz großen Stil. Und dazwischen? Meine Augen bleiben haften an den kleinen, leuchtendgrünen Oasen. Es sind Reisfelder, die in wunderschönen Farben und grazil geschwungenen Linien ihren Platz behaupten. Die wollte ich sehen. Sie sind ein Grund dafür, warum ich hier bin. Nun liegen sie vor mir. Still, bescheiden, von innerer Schönheit. Ich bin entzückt und einmal mehr platt vom Gegensatz, der eine Einheit zu bilden scheint. Bob, du mit deinem gelben Helm und Latzhose, gestatte dir ruhig mehr dieser lieblich grünen Hoffnungsflecken.
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