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Beschützt von 2.000 Räubern / Protected by 2000 robbers - Weltreise mit Ede und Sten
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Beschützt von 2.000 Räubern / Protected by 2000 robbers

23.02.2015 Iran / Burg Karshahi / Matin Abod / N33°55’55.7“ E052°06’34.8“

Vor hunderten von Jahren war Qaleh Karshahi ein gefürchteter Ort, der damals jedoch als unauffindbar galt. Die aus Lehm gebaute Burg, Zufluchtsort für 2.000 berittene Räuber, liegt tief und fast unsichtbar in der Wüste. Und so wird sich die Geschichte erzählt, dass die Räuber großräumig ihr Unwesen trieben, um kurz darauf spurlos zu verschwinden. Heute weiß man im letzten Dorf vor der Wüste wo die Burg liegt. Doch fürchten sich die Bewohner vor dem Spuk in der Nacht und vermeiden es deshalb, nach Einbruch der Dunkelheit in ihre Nähe zu kommen. Ein Mann aus dem Dorf führt uns kurz vor Sonnenuntergang auf seinem Mofa die ersten Kilometer, weißt uns dann mit weiter Geste die Richtung, um im nächsten Augenblick selbst schnell umzudrehen, um dem Dorf wieder entgegen zu fahren. Er tut es, nicht ohne uns noch einmal darauf hinzuweisen, dass es im Dorf ein gutes Camp gibt. Doch uns treibt es voran und so erreichen wir mit dem allerletzten Sonnenstrahl die Burg. Wir müssen uns kneifen, um zu begreifen, dass wir tatsächlich selbst vor diesem Traum an Bauwerk stehen. Was hält diese Staubkörner seit so vielen Jahren beieinander? In dieser Form, in dieser Klarheit, Einfachheit und Würde? Es ist ein Laufen wie durch ein Märchen oder die Filmkulisse zum Film „Der Medicus“. Wir machen ein Feuer und bitten die Räuber, doch näher zu treten. Ob ihrer Geister gekommen sind, kann ich nicht genau sagen. Auf jeden Fall faucht der Wind gewaltig um die Ecken. Wir lassen uns davon nicht schrecken und beschließen, heute im Schutz der Burg zu schlafen. …Auf diese Nacht bin ich gespannt…

Am Tag sind wir heute durch den Fin-Garten in Kashan gelaufen. Es ist der Boden des ältesten Gartengeländes des Iran. Denn seit dem 6. Jahrhundert v. Chr. spricht man hier von einem Garten. Wir genießen das Grün über unseren Köpfen und können uns den Labsal vorstellen, den dieser Schatten im Sommer bedeutet. Wir suchen heute lieber noch die Sonnenflecken, um uns aufzuwärmen. Die Sonne gibt sich wirklich alle Mühe, doch die permanente Höhe um die 1.700 Meter schickt unentwegt kalten Wind. Und so fühlen sich die +6 Grad Celsius gern kühler an.

Bevor wir uns aufmachen zur Wüste Dasht-e Kavir gönnen wir uns noch ein gemütliches Essen auf den Holzpritschen die im Freien auf dem Gehweg stehen und mit Teppichen belegt sind. Wir sitzen im Schneidersitz darauf und essen vom Grillspieß Fleisch und Tomaten. Dabei zieht man mit dem Fladenbrot Stück für Stück vom Spieß tunkt das Ganze in Knoblauch-Joghurt und lässt es im Mund verschwinden. Vieles wird hier einfach mit den Fingern gegessen. Messer gibt es gar nicht und Löffel zum Tee auch nicht. Die Iraner legen sich den Zucker auf die Zunge und lassen den Tee drum herum spülen. Ist mal lustig für uns auszuprobieren, doch auf Dauer freut sich wohl lediglich der Zahnarzt…

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