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Erenhot, Grenzübergang Mongolei nach China
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31.08.2015 Erenhot / China / N43°42’39.2“ E111°54’58.1“

Das ist ja alles völlig bunt hier! Und die Gerüche. Ganz anders. Nach Gewürzen und so. Wo sind wir? Was ist hier los? Eine 200.000 Einwohner Stadt, doch kaum Menschen auf der Straße. Und wenn, dann gleiten sie tonlos an uns vorbei. Im Sitzen. Auf ihren kleinen Rollern und Gefährten die aussehen als sind sie alle zum Spielen gebaut. Elektrobetriebe. Kein Geknatter, kein Auspuffgestank, kein lautes Gehupe. Aus still wird leise. Mongolische Landschaft wechselt zu chinesischer Urbanität. Vom Lärm der Schlepperautos wurde ich heute Morgen um 4 Uhr an der mongolischen Grenze geweckt. Ich verstehe inzwischen, was diese hunderte an verbeulten Autos machen, die da in einer langen Schlange stehen. Ihr Job und der ihrer Fahrer ist es, irgendwelche Waren aus China in die Mongolei herüber zu holen. Täglich tun sie das, wie das Pendel einer Uhr. Nur nicht so ruhig und gleichmäßig. Da geht es schon mal zur Sache. Plötzlich hat ein Grenzbeamter einen der Fahrer in der Mangel. Ein Kampf vor unseren Augen. Das ist kein Spaß hier. Da geht es ums Ganze. Die Grenzer scheinen sich zu freuen, dass auch mal andere Leute hier lang kommen, als die Profis der heißen Ware. So nimmt sich einer unserer an und führt unsere kleine Gruppe galant durch alle Abfertigungspunkte. Schwupp diwupp und wir sind ein zweites Mal aus der Mongolei ausgereist. Diesmal scheint es nun etwas Endgültiges zu haben. Also. Tschüss Mongolei. Tschüss ihr lieben Menschen, die wir treffen und kennen lernen durften. Ihr reist in unseren Herzen mit uns. So viel steht mal fest!
Erneut das große Eisentor nach China. Heute ist es geöffnet. Doch das heißt gar nichts für uns. Ohne Guide kein Weiterkommen. Wir warten auf Endi. Er ist unser chinesischer Begleiter für die nächsten Wochen durch sein Land. Bewegung in unserer Gruppe, Endi ist da. Das bedeutet, wir dürfen unsere Füße nun auf chinesischen Boden setzen. Zweiter Schritt in eine große helle, mit glänzendem Marmor ausgelegte Halle. Wann hab ich so etwas zum letzten Mal gesehen? Gefühlt ist es lange her, nach all den kleinen runzeligen Grenzhüttchen der letzten Monate. Die Menschen stehen geordnet in einer geraden Schlange. Kein Abweichen, kein Lärm, kein Pulk, kein Gedränge und Geschiebe. Der Einreisestempel setzt sich schnell und einfach in unsere Pässe. Länger dauert es mit unseren Fahrzeugen. Wie ein Sandmann sieht Sten aus, als er versucht unter der völlig, von Gobi Sand verdreckten Plane, die Motornummer an unserem Motorrad zu finden. Keine Chance. Keine Ahnung wo die sich versteckt hat. Das Mitleid scheint sich in den Beamten zu regen und sie geben sich mit den Nummern zufrieden, die im Fahrzeugbrief stehen. Es ist Mittag zwölf Uhr. Das heißt: „Schluss für heute.“ Warum, das kann uns keiner sagen. Doch heute dreht sich für uns hier kein Rad mehr. Morgen geht es weiter. Vielleicht kurbeln die Chinesen auf diese Weise den Tourismus an. Indem sie alle Einreisenden dazu bewegen, eine Nacht lang im Hotel von „Erenhot“, der chinesischen Grenzstadt zu verbringen. Also Leo, dann bis morgen. Wir gönnen uns ne warme Dusche und schauen mal, was die chinesische Küche sagt. Unser kleiner Trupp an acht Leuten versucht ein Taxi zu ordern. Das Taxi zu finden ist kein Problem. Es ist eher eine Frage des Preises. Da gibt es leichte Schwankungen. Wir haben die Wahl der gleichen Summe. Einmal nur für eine Person, beim nächsten Taxi für das ganze Fahrzeug mit vier Leuten. Nehmen wir doch lieber diese Variante. Rechnet sich besser. Nach dem Aussteigen kleines Missverständnis. Wir wollen Geld abheben, bei der „Bank of China“ und gehen davon aus, dass unser Taxi so lange wartet. Macht es aber nicht. Es fährt einfach weiter. Dumm nur, dass unser Gepäck im Kofferraum mit ihm fährt. Jetzt ist Endis Spontanität gefragt. Er springt ins nächste Taxi und versucht das andere einzuholen… Es dauert, doch tatsächlich kommt er mit dem Lächeln des Erfolgreichen zurück. Unser Gepäck hat er auch dabei!
Ich bin verzückt wie ein kleines Kind und kann mich nicht satt sehen an den lustig geschwungenen Schriftzeichen, die ich auf fast jedem Quadratmeter sehe. Leuchtreklamen, Werbewände, Schaufenster Beklebungen, Zeitungen, Papierschnipsel vor mir auf der Straße. Überall, überall die Zeichen, Mal blinkend mal vibrierend, mal selbstleuchtend und mal angestrahlt. Ein Erinnern kommt zurück. Na klar, wir waren ja schon in China. Es war wie verschüttet, der Gedanke daran. Doch heute, mit den ersten Gerüchen kehrt die Erinnerung tröpfchenweise in uns zurück. China sendet uns seine Zeichen. Zeichensprache.

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