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Wie geht das? / How it works? - Weltreise mit Ede und Sten
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Wie geht das? / How it works?

16.10.2015 Savannakhet / Laos / N16°39’58.5“ E104°45’33.8“

 

Das orangengelbe Nachmittagslicht bahnt sich seinen Weg durch die kleine Holzwerkstatt. Die neuen, noch unbenutzten umherstehenden Paddel segnend für den großen Tag. Morgen! Morgen geht’s ums Ganze. Drei Monate lang jeden Abend haben vierzig Mann trainiert. Den Gleichklang der Schläge, den Gleichklang ihrer Rufe, den Gleichklang ihrer kraftvollen Bewegungen. Heute ist Abschlusstraining. An den Feinheiten wird geschnitzt. Sowohl denen der Paddel als auch denen des Miteinanders im Boot. Drei Tempel hat das kleine Dorf am Mekong. Drei Drachenbootteams treten gemeinsam an. Jedes Kloster hat sein eigenes Team. Die Mönche sitzen nicht im Boot, sondern betend im Tempel. Für den unterstützenden Segen. Das Gemurmel des Betens, der Gesang, und weithin schallende sonore Klang des Gongs durchdringen unsere Gehörgänge. Was für eine Unglaublichkeit, beim Auslöffeln unserer zuckersüßen Melone diese Rahmung zu erfahren. Normalität ist anders. Selbstverständlichkeit sowieso. Leo hat seine Lieblingsplätze gefunden. Zimperlich und schüchtern ist er dabei nicht. Neben den Tempeln will er stehen zur Nacht. Wir mögen seine Vorliebe und versuchen nach Kräften seinem Wünschen nachzukommen.

Eine kleine Straße am Mekong fahren wir entlang. Das Wasser immer in Reichweite. Wir schöpfen das Gefühl aus, dem Fluss der Flüsse handtuchbreit nah zu sein. „Entlang des Mekongs“, für uns gerade ein einziges Erleben und Entdecken. Dorfszenen auf jedem neuen Meter. Gras mähende Mönche im Waldkloster, Reis erntende Männer verschwindend im hohen Feld, fischende Frauen, bauchtief im braunen Wasser des kleinen Teiches, grasende Wasserbüffel schmatzend durch den Matsch watend, Hühner, die hektisch über die Straße rennen, Kühe, die es weniger eilig haben. Menschen und Tiere und Bäume und Wasserläufe und Felder und hochhackige Holzhäuser, ein geschäftiges Gewimmel entlang der Wege, aufgefrischt durch Unmengen bunter Mofas. Mädchen sitzen darauf, zu zweit, zu dritt, zu viert. Ihre schwarzen Haare dem Wind übergeben. Das ist unser Tag. Wir sind mittendrin. Für genau solche Bilder wurde augenscheinlich das Wort „schön“ erfunden.

„Schön“, denken wir uns. Die Sonne neigt sich uns entgegen. Zeit einen Platz für die Nacht zu suchen. Dunkelheit ist etwas, dass hier schlagartig herein bricht. Haben wir vorher nichts gefunden sieht es schlecht aus für uns. Beleuchtung kommt hier mehr von Innen, weniger die Straße erhellend. Wie geht das? Wir sehen einen kleinen Weg. Der könnte uns direkt zum Wasser führen. Klingt gut. Wir sind in irgendeinem der unzähligen Dörfer. Kennen niemanden, verstehen die Sprache nicht. Laufen mal, um Nachzusehen. Den Tempel zur Linken, ein Drachenboot davor. Kinder spielen Fußball. Eine Frau gibt uns zu verstehen, dass morgen ein Fest ansteht. Unserem Interesse an dem Boot mit ihren Augen folgend. Für uns kommt einiges an Gutem zusammen. Der Tempel, der Mekong, das Boot und das Fest. Hier möchten wir gern bleiben. Hier stimmt die Energie.

Vor Tagen schrieb uns eine Frau einen Zettel, auf dem nun steht, dass wir gern an diesem Ort übernachten möchten. Wir richten in laotischer Sprache mit Hilfe unseres Zettels die Bitte an die Frau. Sie versteht. Doch ihr Gesicht verfinstert sich. Es geht nicht einfach um „Ja“ oder „Nein“. Das will genehmigt werden. Also, ich auf das Mofa hinter die Frau und ab geht’s. Zum Dorfältesten zuerst. Der hört sich an was gesprochen wir und mustert mich. Ich versuche meine tiefste erbittende Geste. Handflächen vor der Brust zusammen gefügt, tief verbeugend versteht er hoffentlich mein „Sabadii“. Den Gruß in allen Lebenslagen. Er nickt. Erstes Okay. Weiter knattert das Mofa zum Dorfpolizisten. Der will erst mal gefunden werden. Als das Versteckspiel sein Ende findet will er die Pässe sehen. Die habe ich so gut wie immer bei mir. Also Glück gehabt. Er blättert auf den Visaseiten ganz anderer Länder herum. Macht nichts. Ne Passkopie ist sein Wunsch, dann dürften wir bleiben. Auch hier bin ich vorbereitet und händige sie ihm aus. Hm, wie geht das? Erst war es irgendein Dorf an der Straße. Ohne Beziehung für uns. Wie zufällig halten wir an. Nun sind wir seit drei Stunden in dem kleinen Ort am Mekong. Haben den Paddelbauer besucht, ein kühles Begrüßungsbier in einem der Häuser getrunken. Selbst mit einem der Mönche hat Sten geplaudert. Das Übersetzungsprogramm auf dessen Smartphone, was hier fast jeder Mönch zu haben scheint, machte das möglich und feuern nun die Drachenbootmannschaft „unseres Tempels“ bei ihrem Abschlusstraining an.

Wie das geht? So.

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