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Ukulele / Ukulele - Weltreise mit Ede und Sten
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Ukulele / Ukulele

24.10.2015 Pakxe / Laos / N14°59’20.2“ E105°53’57.3“

Vier Griffe übe ich den ganzen Abend. Immer wieder. Minimal schneller werde ich beim Wechsel dazwischen. An eine fließende, wohlklingende Melodie ist noch nicht zu denken. Doch ein Anfang ist gemacht. Vergangenes Jahr hatten wir die Idee, unterwegs zu lernen, wie man auf der Ukulele spielt, um dann mit den Menschen entlang unseres Weges Musik zu machen. Soweit die schöne Idee. Doch irgendwie hat es sich bisher nicht ergeben. Für alles gibt es eben doch den einen Moment, zu dem es passt, an dem etwas Neues beginnt. Heute nun ist es der für die Ukulele. Tommy ist geduldig und zeigt uns immer wieder, wie es einmal klingen sollte.
Auch wenn sich unsere Ergebnisse eher nach „Hühnerstallgegacker“ anhören. Zuschauer haben wir gleich an unserem ersten Abend genügend. Die Sensation für die Kinder des Dorfes am Mekong sind wir heute. Ja, unser geliebter Fluss hat uns wieder. Vom Bolaven Plateau, mit seinen angenehmen Temperaturen, vor allem in der Nacht, sind wir nun wieder eintausend Meter tief ins Tal gerollt, und haben die Handbremse direkt am Ufer des Mekongs gezogen. Die Dorfältesten kommen, um nachzusehen, was hier vor sich geht und nach längerem Reden mit Sten, der alles an Freundlichkeit auftafelt, ihr Einverständnis geben, dass wir für eine Nacht bleiben können. Skeptische Blicke nehme ich trotzdem wahr. „Noch nie waren hier fremde Menschen“, sagt der, der ein paar Brocken Englisch spricht. Dann ist mir die Aufregung völlig klar, die unser Erscheinen bei den Leuten hier auslöst. Gefühlt jeder aus dem Dorf kommt heute Abend irgendwann mal vorbei. Steht da, um eine Weile still zu Schauen und geht dann wieder seiner Wege. Was die wohl denken? Ich habe keine Ahnung. Ich selbst fühle mich ein wenig so, als wären wir die Ersten, die auf dem Mond gelandet sind. Nur dass der in unserem Fall bewohnt ist.
Tommy kommt aus Russland, reist durch die Welt und baut nebenher jeden Tag an seiner digitalen Geschäftsidee. Täglich entwickelt er eine Seite seines zukünftigen Online Portals und schickt diese nach Hause. Als Beweis, dass er weiter gearbeitet hat. Die Welt hat sich wirklich verändert. Das Arbeiten an digitalen Projekten begegnet uns auf Schritt und Tritt, hier im Südosten Asiens. Da sitzt der Programmierer in Singapur und der Designer aus Kuala Lumpur ist gerade anderswo auf Reisen. Er liefert von unterwegs seine Arbeit ab.
Tommy hat seine versprochene Seite für heute fertig und nun Zeit auf seiner Ukulele zu spielen. Getroffen haben wir ihn gestern in unserem Lieblingscafé „Jhai“ in Paksong. Er war dort am Arbeiten. Und heute? Gerade in dem Moment als wir losfahren wollen, steht Tommy vor uns. Eins plus Eins ist schnell addiert und so ist klar, wir laden sein Gepäck ein und nehmen ihn ein Stück mit. Nicht ohne uns lang, ausgiebig und herzlich von Tyson, Ken, Jackie, Isabell und Adrian verabschiedet zu haben. Unsere kleine „Familie auf Zeit“. Ein wenig Wehmut beschleicht uns alle. Doch irgendwie bin ich sicher, dass wir uns wieder sehen. Ein Gefühl, welches mich immer wieder auf unserem Weg befällt. Wie sieht das dann aus in der Zukunft? Bei so Vielen, die wir inzwischen getroffen haben… Ich finde es eine wunderschönes Gefühl, an so unterschiedlichen Orten vertraute Menschen zu kennen. Es ist, als trägt es mich durch die Welt. Adrian und Isabell wünsche ich Monate, die es für beide in sich haben. Wann kann man schon mal sagen: „Ja, da haben wir acht Monate an einer Hauptstraße in Laos gelebt“? Denn so offen wie alle Häuser hier sind, ist alles Drinnen auch gleichzeitig ein Draußen. VERSCHLOSSENE Türen gibt es hier nicht. Schon deshalb, weil es keine Türen gibt. Am Abend wird ein Rolltor herunter gelassen. Ansonsten ist alles offen. Das verändert das Lebensgefühl. Es macht die Wohnorte zu überdachten Behausungen, die vor dem Regen schützen, doch das Leben kann überall hindurch wehen. Genau dieses Empfinden ist es auch, was mich nun hier am Mekong sitzen lässt, um Ukulele zu spielen. Alle sind dabei. Ich bin offen für die Welt, fasziniert von den permanenten, plötzlichen Wechseln in meinem Erleben, habe Freude daran, etwas Neues zu lernen und irgendwann werde ich genau das in meiner Musik hören können. Auch wenn mir heute Abend meine Finger schmerzen.
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