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Salto, Schraube, „gedrehter Rittberger“ / Somersault, backflip, „turned Rittberger“ - Weltreise mit Ede und Sten
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Salto, Schraube, „gedrehter Rittberger“ / Somersault, backflip, „turned Rittberger“

25.10.2015 Champasak / Laos / N14°55’23.5“ E105°54’35.5“

Unsere Fahrt im „Tuktuk“ schenkt mir die Illusion von wehenden Haaren im Wind. Nun, so lang sind sie nun auch wieder nicht. Und doch fühle ich mich beim, durch die Gegend düsen, herrlich durchgepustet. Tommy hängt sich in den Fahrtwind, als flöge er mit nem Fallschirm. Auch Sten macht Armbewegungen, als höbe er gleich ab. „Vat Phou“ hat uns beflügelt. Ein verwunschenes Heiligtum der „Khmer“. Aus dem sechsten Jahrhundert stammen die ältesten Bauten und sind somit noch vor dem in aller Welt bekannten „Angkor“ in Kambodscha entstanden. In diesen Zeiten dehnten sich die Herrschaftsgebiete des heutigen Kambodschas weit in das laotische Gebiet hinein aus, in dem wir gerade sind. So glaube ich, dass man gefühlt diese Orte im gleichen Licht sehen kann. Licht brauchen sie, so schwarz wie der verwitterte Stein der Säulen, Tempel und Treppen ist. Umso strahlender leuchten die goldgelben Buddha Statuen, die verträumt die schönsten Plätze in Kleinode verwandeln. Als religiöse Stätte wurde „Vat Phou“ von seinen Erbauern errichtet. Ursprünglich hinduistischen Göttern gewidmet, verehrt man seit dem vierzehnten Jahrhundert Buddha in dem Bergtempel „Vat Phou“. Spirituelle Empfindungen begegnen uns in jedem Fall, auf unserem Weg entlang der Säulenallee mit seinen phallisch anmutenden Formen, die hohen, von Gras überwachsen Stufen den Hang hinauf kletternd, bis wir vor dem sechzehn Meter hohen Steinmassiv mit seiner sprudelnden Wasserquelle stehen, dem Herzstück der Stätte. Als „phallisches Symbol Shivas“, in alten Schriften auch als „Berg des Lingam“ bezeichnet, den männlichen Genitalbereich als Schöpfungsort verehrend, steht die Stätte für die Schöpfungskraft Shivas, in seiner sowohl erhaltenden als auch zerstörenden Energie.

Nach „Vat Phou“ zu gelangen ist heute ein Abenteuer für sich. Der Mekong liegt zwischen uns. Und die Frage bewegt, wie wir ihn überwinden. Fünfzig Kilometer weiter im Norden gibt es eine neu gebaute Brücke. Doch an der sind wir gerade nicht. Wir stehen an der ursprünglichen Stelle. Dort wo vor Jahren der Fährbetrieb das Hin und Her ermöglichte. Eine alte wackelige Plattform gibt es auch heute noch, um mit nem Fahrzeug über den Fluss zu gelangen. Und Leute, die sich freuen das Kundschaft kommt, auch. Wir wollen den Männern hier gern ein Geschäft liefern. Doch den Leo halten wir lieber raus. Auch wenn er das Abenteuer sicherlich gemocht und es vielleicht sogar heil überstanden hätte, lassen wir ihn am Ufer stehen, um allein mit dem Boot ans andere Ufer zu fahren. „Stehen lassen“ klingt super einfach. In diesem ganz speziellen Fall wäre es fast unser Verhängnis geworden. Tiefer, klebriger Sandboden, der sich unter Leos Last weg schiebt, als gäbe es gerade einen Erdrutsch, macht aus Freude augenblicklich Ernst. Doch wir bleiben ruhig und schaffen es, Leo nicht umkippen, sondern auf festem Boden ankommen zu lassen. Meine Knie schlottern die kommende Stunde, ich fühle mich matt und extrem hungrig. Die Aktion hat offensichtlich komplett alles an Energie verschlungen, was wir aufbringen konnten. Umso glücklicher sitzen wir anschließend in dem kleinen Boot, um uns ans andere Mekong-Ufer schippern zu lassen.

Tommy ist heute den ganzen Tag mit uns zusammen. Egal, ob bei der Zitter-Party mit Leo im Sand, dem Bootstripp, in „Vat Phou“, oder dem Baden mit den Kids. Die Strömung ist gewaltig, wie Sten von einem Augenblick auf den nächsten feststellt. Die Jungs müssen aufpassen, dass sie nicht abgetrieben werden. Schwimmen können hier alle. Zumindest die Jungs. Die Mädchen stehen still am Ufer. Genau so wie ich, müssten auch sie komplett bekleidet ins Wasser gehen. Ein Spaß für die starke Strömung, weniger für die Mädchen. Ich habe keine Ahnung, wie der aus meiner Kindheitsvorliebe für Eiskunstlauf in meinen Kopf getuckerte Begriff des „gedrehten Rittbergers“ im wirklichen Leben anzugehen ist. Doch das was die Jungs hier in dem Moment vor dem Klatsch ins Wasser vollführen, kommt dem in jedem Fall unglaublich nah.

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