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Geisterhaus / House of ghosts - Weltreise mit Ede und Sten
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Geisterhaus / House of ghosts

13.10.2015 Ponhong / Laos / N18°31’20.3“ E102°33’23.4“

In Südostasien sind viele Geister zu Hause. Sie leben, anders als Götter, direkt mit den Menschen zusammen. Vor allen in den Bergregionen Laos wird ihnen viel Beachtung entgegen gebracht. Doch auch in allen anderen, buddhistisch geprägten Gebieten, haben die Geister ihre festen Aufgaben und Bestimmungen. Das Leben mit den Geistern verschmilzt mit dem des buddhistischen Glaubens. So gibt es Geister, welche die Klöster beschützen. Und auch das Drachenbootfest, welches die Mönche am 27. Oktober begehen, wird Geistern gewidmet. Die „Nagas“ spielen an diesem Tag eine ganz besondere Rolle. Sie sind Schlangenwesen, die zum Einen für Fruchtbarkeit stehen, zum anderen an Treppengeländern die Aufgabe habe, Buddha und die Klöster zu schützen.

Im Alltag ist es wichtig, die Geister alle miteinander gütig zu stimmen. Und so steht vor fast jedem Gebäude, egal ob es ein Wohnhaus, eine Tankstelle oder eine Werkstatt ist, ein „Geisterhaus“. Wie kleine Tempel sehen sie aus. Jedes hat eine andere Farbe und Größe. Fast wie ein Palast kommt es mir vor, wenn ich nah an eines der Geisterhäuser heran trete. Gaben, wie Obst, Räucherstäbchen, Reis, Blumen, manchmal auch eine Flasche Cola, werden dort hinein gelegt, um die Menschen in ihrem Haus zu beschützen. Zum Schutz dienen auch große Tore, die an Eingängen von Dörfern und kleinen Orten stehen, um ungebetenen Feld- und Waldgeistern den Zutritt zu verwehren. Immer wieder geht es darum, die Geister um Unterstützung zu bitten und die bösen Geister abzuhalten. Die Ansprache den Geistern gegenüber bestimmt in vielen Gebieten den Rhythmus des Jahres. Die Menschen wissen, wann ein bestimmter Baum nicht gefällt werden darf, oder wann es gut ist, sich der Ernte zu widmen. Bevor sie sich ans Werk machen, gibt es in jedem Fall ein Fest, welches den Geistern gewidmet wird. Wie zum Beispiel die „Basi“-Zeremonie. Sie wird nach der Geburt, vor einer Hochzeit, zu Neujahr, bei einer Krankheit oder vor Abreisen abgehalten. Dabei geht es darum, die zweiunddreißig Seelen am Körper des Menschen festzubinden. Zweiunddreißig ist die Zahl der menschlichen Körperteile, laut den hiesigen Annahmen, und jedem ist eine eigene Seele zugeordnet. Gestecke aus Bananenblättern und Blumen dienen dazu, die Seelen am Körper zu halten, oder sie dazu zu bewegen, zurück zu kehren, falls sie sich gerade abgewendet haben. Denn nur so ist der Mensch geschützt. Wird man krank, dann hat sich gerade eine Seele abgewendet. Bei Kerzenlicht und mit verschiedenen Strophen der Ermutigung, besingt ein Mönch oder alter Mann die Seelen während der „Basi“-Zeremonie. Weiße Bänder wickelt er anschließend um die Handgelenke der betroffenen Person und bindet damit die Geister an den Körper. Diese Bänder trägt man, bis sie von selbst abfallen. Am Ende der Zeremonie steht ein großes Essen, an dem sowohl die Menschen als auch die Geister teilnehmen.

Vor ein paar Tagen hat es abends unglaublich geregnet. Ich fühlte mich wie durchgeweicht und hatte an meinem ganzen Körper kalte nasse Kleidung. War das der Augenblick, als mich eine meiner Seelen verlassen hat? Habe ich deshalb gerade einen Schnupfen und Halsweh? Nun, ein Geisterhaus haben wir nicht vor unserem Leo stehen, doch Blumengestecke stelle ich gern in die Tempel. Ist doch schön, wenn alle meine Seelen mit mir gemeinsam reisen.

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Kommentar

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    Hallo Katrin, lustig, wie die Zufälle so spielen. Schon kreuzte ein Drachenbootrennen unseren Weg 🙂

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    Hallihallo,
    Eure Beschreibung der Drachenboote interessiert uns wirklich sehr!
    Falls Ihr am 27.10. Noch in der Gegend seid, ja, so macht mal ein paar Bilder von den Drachenboot – Rennen.
    Olaf fährt seit 25 Jahren als Steuermann im Drachenboot zu allen möglichen Meisterschaften in der Welt, vorwiegend in Asien…so sind wir nach Hongkong, Malaysia, Cambodia und Singapur gekommen….in Asien einfach ein Volkssport, nicht nur der Mönche.
    Ja, vlt. Entdeckt ihr ja in den nächsten Wochen hier oder da in Südostasien nochmal ein Drachenboot, möglicherweise für mehr als 20 Paddler.
    Gruß aus Dresden


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