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24.08.2015 Dund Us / Mongolia N48°07’39.0“E091°22’44.9“

Unterwegs sammeln wir noch eine ganze Fuhre voller Kinder auf, die alle mit zum See fahren. Dort angekommen geht es gleich ab ins Wasser. Dabei fällt mir auf, dass niemand von all den Kindern und Erwachsenen schwimmen kann, die hier im Wasser sind. Eins gibt das andere und schwupp diwupp finden wir uns als Schwimmlernschule wieder. Wir machen Trockenübungen der Arm- und Beinbewegungen an Land, üben das Atmen und probieren es mit den Kids gleich im Wasser aus. Sie sind voller Eifer dabei, schauen aufmerksam zu und wollen gar nicht mehr aufhören zu üben, obwohl sie schon vor Kälte schlottern. Die Mädchen sind etwas schüchtern, machen aber genau so gern mit, als einmal das Eis gebrochen ist. Auf das Bitten aller schwimmt Sten einmal bis zur Mitte des Sees und kommt unter großem Gejohle der ganzen Truppe wieder an Land. Völlig geschafft kommen wir ins Dorf zurück und brauchen erst einmal eine Verschnaufpause nach dem spaßigen wilden Treiben. Die Kinder sind so dankbar wenn sie etwas beigebracht bekommen. Das ist stark zu spüren und geht mir sehr nah. Auch wenn wir ihnen beim Fahren sagen, dass sie die leeren Flaschen, die sie im Wasser als Schwimmhilfen genutzt haben, nicht aus dem Auto werfen sollen, akzeptieren sie es und bringen sie tatsächlich zu Hause zum Müll. Nicht ohne noch einmal zu zeigen, dass sie es auch tatsächlich getan haben. Wir freuen uns dann miteinander. Abends wird doch tatsächlich wieder gekocht. Das achtundzwanzigste Mal auf unserer Reise. Der Onkel Tileks mit seiner Familie möchte es sich nicht nehmen lassen „Huushuur“, flache, mit Gehacktem gefüllte Teigtaschen für uns zu bereiten. Ich finde, es ist eine richtige Kunst, wie sie aus den runden Teigplatten gefüllte Bälle und dann wieder flache Fladen zaubern. Sten stellt sich total gut an beim Ausprobieren und ist schnell Profi darin. Ich weiß nicht wie viel Bier am Abend in uns hinein läuft. Wenig ist es nicht. Doch die Runde ist so lustig, dass wir kaum ein Ende finden bei den Witzen und deutsch-russisch-kasachisch-mongolischen Gesängen. Ein Tag, so vollkommen „Made in Mongolia“ im vielfachen Sinne. Für schallendes Gelächter sorgte der Satz, als Tileks junge Cousine auf die Frage: „Where dou you live?“ antwortete: „Made in Mongolia“.

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Sie wollen zum See, um schwimmen mit uns zu üben. Als wir mit dem Motorrad dort ankommen sind wir überrascht, wie viele Kinder wir sehen. Tilek erzählt uns, dass sie alle schon sehnsüchtig auf uns warten. Da hat sich offensichtlich mal wieder etwas schnell herum gesprochen. Na dann mal los. Wir lassen sie in Reihen aufstellen, um die Schwimmbewegungen im Trocknen zu üben. Ins Wasser dürfen dann immer nur ein paar Kinder gleichzeitig, damit wir den Überblick nicht verlieren und wir sehen können, wenn ein Kind Schwierigkeiten im Wasser bekommt. Denn eins steht fest, die Kids sind dermaßen motiviert und wollen es unbedingt lernen. Da scheint es ihnen egal zu sein, ob sie keine Kraft mehr haben und mal ne Pause brauchen oder das Bergseewasser sie inzwischen vollkommen ausgekühlt hat. Als sie einmal wissen, wie es mit den Bewegungen und der Atmung funktioniert, üben sie ganz für sich in Zweiergruppen. Wir sind echt baff, als wir sehen, wie konzentriert sie dabei sind. Jubelschreie hallen über den See als Elka es zum ersten Mal schafft, allein zu schwimmen. Er hat den Dreh raus und ist super glücklich. Seinem Vater geht es genau so. Er hat gestern und heute bei den Trockenübungen zugesehen und kann nun umsetzen, was er gehört hat. Seine ersten Schwimmzüge mit Mitte Dreißig. Er ist stolz und zufrieden. Nach zwei Stunden lösen wir das Knäuel am See auf und machen uns auf den Heimweg. Nicht ohne uns für morgen um drei Uhr wieder hier verabredet zu haben. Das ist allen wichtig. Vom Schwimmen sind wir hungrig und Esen noch immer anderswo beschäftigt. Also mache ich mich daran, Zwiebeln zu schneiden, Wurst anzubraten, Kartoffeln zu schälen, Eier und saure Gurken aus dem Kühlschank zu holen, um daraus ein „Bauernfrühstück“ zu braten. Diesmal sind es nicht die Kinder der Nachbarschaft, sondern ihre Väter, die mit in der Panne herumstochern, bis der letzte Krümel verschwunden ist. Unser Leo ist inzwischen zu einer kleinen Wagenburg geworden. Den ganzen Abend lang tummeln sich die Männer des Dorfes um ihn herum, bis die letzte Flasche Bier aus dem kleinen Dorfladen ausgetrunken ist. Dann heißt es für uns, noch den einen oder anderen abzuwimmeln, als sie immer noch an unserer Tür stehen und mit schwerer Zunge nach Wodka fragen.

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