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Die Klosteranlage Shangri-la in China
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Buddhistisches Paradies / Buddhist paradise

24.09.2015 Shangri-la / China / N27°50’56.2“ E099°42’11.3“

Glasklar die Luft. Scharf gezeichnet jedes noch so kleine Detail in der Ferne. Kein Staubkorn fliegt durch die Luft, kein Abgasnebel verfinstert meinen Blick. Es kommt mir vor, als sähe ich die Welt um mich herum durch ein brillantes Vergrößerungsglas. Ich atme tief und genieße die alles durchdringenden Frische. Kühl ist es hier oben in Deqin. Die Wärme hält nun Sommerschlaf. Fast die letzten Gäste sind wir. Bald ist auch hier Ruhe im Karton. In der Mongolei hat der Winter das Leben bereits fest im Griff. Davon schreiben unsere Freunde. Und auch hier, höher, doch südlicher, kann es sich nur noch um Tage handeln, bevor der erste Schnee in seinem großen Schlitten vorgefahren kommt. Okay, soll er. Ich schlüpfe in meinen kurzen Rock und ziehe derweil mit den Vögeln gen Süden.
„Shangri-la“, was für ein großartiges Wort in meinen Ohren. Geheimnisvoll wie eine Königin. Beschrieben von James Hilton in seinem 1933 erschienen Buch „Der verlorene Horizont“. Von blutroten Tälern soll da die Rede sein und drei Flüssen die parallel zueinander verlaufen. Auch ein Pyramidenberg wird wohl erwähnt. Ohne Zweifel ist all das hier zu finden, wie „Forscher“ ermittelten. So dass ein Streit zwischen den Städten „Deqin“ und „Zhongdian“ entbrannte, wer den Anspruch auf den Namen am ehesten verdient hat. „Zhongdian“ ging schließlich als Sieger aus dem Disput hervor und trägt nun würdevoll den Stadt-Namen „Shangri-la“, der eine mögliche Abwandlung des Wortes „Shambhala“ sein könnte und ein „mystisches buddhistisches Paradies“ bezeichnet.
Genau da stehen wir heute. Golden glänzt der Hügel, das Weiß der Fassaden kann mit ihm gleichziehen. Verziert von Rot und Gelb und Blau und Grün. Paradiesisch, ohne Frage. Mystisch, in jedem Fall! Wie ein Eindringling fühle ich mich, während ich durch die Klosteranlage laufe, die ihresgleichen vielleicht einzig in Lhasa finden kann. Wie „Schwestern“ erscheinen sie mir. Wie sie sich da beide so am Hang entlang ergießen. Ich stehe vor der Üppigkeit der Gottheiten und würde so gern mehr davon verstehen. Minimal ist mein Wissen zu all den Darstellungen des Glaubens und der Verehrung. Nichtwissend schalte ich mein Denken aus und lasse mich treiben. Von der wohlwollenden Atmosphäre getragen. Von den sanftmütigen Blicken der Gottheiten beschützt. Ich bin ein Zaungast inmitten der Farbenfreude und Vielfalt der Formen. Schön ist, mich einfach auf den großen Platz vor die Haupthalle zu setzen und denen zuzuschauen die da betend ein und ausgehen. Meine Bilder entstehen im Kopf. Fotografieren ist verboten in den Tempeln. So speichere ich in mir ab, wie der kleine Junge, ein angehender Mönch, an seinen Apfelstücken kauend am Eingang sitzt. Wie mich junge Mönche mit ihren großen, dunkelgerahmten Brillen freudig mit „How are you?“ und „You are welcome.“ begrüßen. Wie das schwindende Licht Halt findet an den roten Holzsäulen und sich einspinnt in die farbigen Gebetstücher, die lang und in geschwungenen Falten von den Decken hängen. Die Tempelanlagen folgen in der Regel alle einer ähnlichen Struktur. Die Haupthalle ist die Schatzkammer der Klosteranlage. Gerahmt wird sie von der Halle der Himmlischen Könige, dem Innenhof mit seinem Trommelturm und einer weiteren Halle zu Ehren „Arhat“, desjenigen, der zu Lebzeiten das Nirwana erreichte und anderer Erleuchteter. Der Göttin der Barmherzigkeit, mit ihren tausend Armen, ist ein Platz in der Haupthalle eingeräumt. Neben den drei Buddha Statuen, die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft symbolisieren.
Innere Ruhe finde ich auf dem Dach der Haupthalle, von der aus ich über das weite Tal schauen kann. Weit ab von den Besucherströmen, die von ihrer Mikrofon-verstärkten Guide-Stimme geleitet werden. Sie scheinen es zu mögen. Mich animiert das plärrende Getöse große Bögen zu schlagen. Und die Mönche, wie finden sie das tägliche zur Schau stellen? Fünfhundert sollen es sein, die hier leben. Morgens um fünf Uhr beginnen sie mit ihren Gebeten. Tagsüber scheinen sie sich mehr oder weniger zurück zu ziehen. Ich kann es mehr als verstehen und gönne es ihnen. Keine Ahnung wie es sich anfühlt in einem „Museum“ zu leben. Auch wenn es klangvoll als „Buddhistisches Paradies“ bezeichnet wird. Doch, wer sagt denn, das im Paradies alles schön ist?
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